Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Merz droht Spießrutenlauf in Leuna


Stand: 03.09.2026, 15:00 Uhr

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Merz kämpft kurz vor der Sachsen-Anhalt-Wahl im Chemiewerk Leuna für CDU-Mann Schulze. Der Liveblog zur Landtagswahl.

Wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Landtagswahl reist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erneut für einen Wahlkampftermin nach Sachsen-Anhalt. In dem Chemiewerk InfraLeuna in Leuna nimmt er am Donnerstag (17:05 Uhr) an einem Rundgang und einer Diskussion mit Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze teil. Auch Unternehmensvertreter sowie CDU-Landes- und Kommunalpolitiker werden zu dem Termin erwartet. Im Anschluss (17:45 Uhr) soll es ein Pressestatement geben. Ein Liveblog zum Auftritt des Kanzlers und zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:

Merz steigt in den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ein

Merz war am Montag in den Wahlkampf in Ostdeutschland eingestiegen und hatte in Quedlinburg im Harz vor den Folgen einer möglichen AfD-Regierung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gewarnt. Zuvor hatte er Mecklenburg-Vorpommern besucht und war in Kühlungsborn an der Ostseeküste von Passanten ausgepfiffen und beschimpft worden. Ein eigentlich geplantes Statement vor den Kameras wurde abgesagt. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.

Wahlkampf der CDU Sachsen-Anhalt mit Bundeskanzler Merz

Wahlkampf der CDU Sachsen-Anhalt mit Bundeskanzler Friedrich Merz. © Kay Nietfeld/dpa

Die AfD liegt seit Monaten stabil bei mindestens 40 Prozent. Das wäre in etwa eine Verdopplung ihres Ergebnisses von 2021. Die CDU von Ministerpräsident Schulze erreicht Werte zwischen 22 und 23 Prozent – nach 37,1 Prozent vor fünf Jahren wären das deutliche Verluste. Anders als sein langjähriger und beliebter Amtsvorgänger Reiner Haseloff (CDU) bringt Schulze keinen Amtsbonus mit. Erst Ende Januar übernahm der 47‑jährige frühere Wirtschaftsminister die Staatskanzlei – und befindet sich seitdem im Wahlkampfmodus.

Umfragen zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt: AfD deutlich vorne

Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund gibt sich indes siegesgewiss und will „Geschichte schreiben“. Ob sie tatsächlich nach der Macht greift und allein regieren kann, hängt auch vom Abschneiden der anderen Parteien ab. Die Grünen lagen zuletzt bei sechs Prozent und müssen ebenso wie das BSW mit drei bis vier Prozent um den Parlamentseinzug bangen. Die FDP kommt teils auf noch geringere Umfragewerte. Die SPD, die derzeit mit CDU und FDP eine recht harmonische Koalition bildet, lag zuletzt bei acht bis neun Prozent und läuft Gefahr, ihr historisch schlechtes Ergebnis von 8,4 Prozent im Jahr 2021 noch zu unterbieten. Die Linkspartei steht solide bei elf bis 13 Prozent. (Quellen: AFP/dpa) (sischr)