Warum im Berliner Südosten ein temporärer „Walk of Fame“ eröffnet wird
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Beim Begriff „Walk of Fame“ denkt man zuerst an den weltberühmten Gehweg in Los Angeles, wo zahlreiche Stars mit Bronzeplaketten in Sternform geehrt werden. In Berlin gibt es einen „Boulevard der Stars“ nahe dem Potsdamer Platz. Treptow-Köpenick hat auch einen kleinen „Walk of Fame“ auf der Abteibrücke, die zur Insel der Jugend führt. Und nun wird es temporär einen weiteren „Walk of Fame“ im Bezirk geben.
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Wie der Industriesalon Schöneweide ankündigt, wird am Samstag, 12. September, um 14 Uhr der „Walk of Fame Schöneweide“ eröffnet. Dabei handelt es sich um eine kostenlose und jederzeit zugängliche Installation entlang der Wilhelminenhofstraße. 24 Sehrohre zeigen Interessierten dort Höhepunkte aus der Industriegeschichte vor Ort. Den offiziellen Startschuss für die besondere Installation, die bis zum 4. Oktober zu sehen sein wird, gibt Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel (SPD).
„Walk of Fame Schöneweide“: Das bietet die „neue Attraktion“
Die „neue Attraktion in Schöneweide“ soll Besuchern Lust auf eine Entdeckungstour machen. Die Botschaft dahinter lautet: „Schaut genau hin: Hier stehen Gebäude, in denen Zukunft gemacht wurde! Die historischen Industriebauten zeugen von einer Vergangenheit voller Erfindergeist, Fortschritt und Wandel.“ Der „Walk of Fame“ möchte nach Angaben des Industriesalons Impulsgeber sein, „der das industrielle Erbe zum Ausgangspunkt macht für einen neuen Blick auf die Zukunft des Standorts“.
Die Sehrohre werden in knallroter Farbe auf der nördlichen Seite der Wilhelminenhofstraße aufgestellt und auf die gegenüberliegenden Industriegebäude ausgerichtet. Sie wurden vom Künstler Rainer Düvell künstlerisch und technisch konzipiert und umgesetzt. Jedes einzelne soll den Blick auf ein historisches Foto öffnen und damit an eine Zeit erinnern, in der dort nicht nur produziert, sondern auch erfunden und technischer Fortschritt vorangetrieben wurde.
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Zugleich soll dadurch der Wandel der Region sichtbar gemacht werden. Über einen QR-Code können Besucher zusätzliche Informationen erhalten, die das Foto im Kontext der jeweiligen Zeit erklären. Eine ausführliche und analoge Entdeckertour ist darüber hinaus in der begleitenden Ausstellung „Pioniere der Transformation“ im Industriesalon zu erleben.
Installation ist Auftakt zum Festival der Berliner Industriekultur
Wer sich den „Walk of Fame Schöneweide“ ansieht, könnte auch einen Preis gewinnen. Dafür sind fünf Aufgaben zu lösen. In einigen der Sehrohre sind kleine Botschaften mit der Aufforderung versteckt, ein bestimmtes Detail an den historischen Industriebauten zu finden und zu fotografieren. Wer anschließend alle fünf Fotos am Counter des Industriesalons in der Reinbeckstraße 10 vorzeigen kann, darf dort ein Glückslos ziehen. Geöffnet ist dieser immer von Donnerstag bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.
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Unterstützung wird das Projekt von verschiedenen Partnern vor Ort. Darunter sind die Stromnetz Berlin GmbH, die Elektro-Innung Berlin, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und die BAE Batterien GmbH. Die Eröffnung des „Walk of Fame“ bildet zugleich den Auftakt des Festivals der Berliner Industriekultur, das sich vom 12. September bis 4. Oktober mit zahlreichen Veranstaltungen dem industriellen Erbe Berlins widmet. Organisiert wird dieses vom Berliner Zentrum für Industriekultur.