Was Frauen, die zum ersten Mal investieren, am häufigsten fragen – und die ehrlichen Antworten
Stand: 31.08.2026, 14:10 Uhr
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Die Fragen sind immer ähnlich. Die Antworten oft einfacher als erwartet. Was wirklich gefragt wird, wenn Frauen zum ersten Mal über Investieren nachdenken.
Es gibt Fragen, die immer wieder kommen. Von Frauen, die zum ersten Mal über Investieren nachdenken. Von Frauen, die schon lange darüber nachdenken, aber noch nicht angefangen haben.
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die sich ausschließlich an Frauen richtet.
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Was dabei auffällt: Die Fragen sind meistens dieselben. Und die Antworten meistens kürzer als erwartet.
„Was mich am meisten überrascht, ist nicht die Frage“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Es ist die Erleichterung, wenn die Antwort einfacher ist als befürchtet.“
Frage 1: Wie viel Geld brauche ich, um anzufangen?
Weniger als gedacht. Bei den meisten Neobroker-Anbietern ist ein Sparplan ab 1 Euro monatlich möglich. Was sinnvoll ist als Einstieg: 25 bis 50 Euro monatlich. Was dabei nicht gebraucht wird: ein bestimmtes Mindestkapital.
Frage 2: Kann ich alles verlieren?
Was dabei die ehrliche Antwort ist: Bei einem breit gestreuten ETF auf den MSCI World wäre ein Totalverlust theoretisch möglich, wenn alle rund 1.500 enthaltenen Unternehmen gleichzeitig pleite gehen würden. Was das bedeutet: Es wäre das Ende des globalen Kapitalismus. Was dabei realistischer ist: kurzfristige Verluste, die sich langfristig erholen.
Was der MSCI World historisch gezeigt hat: In jedem Zeitraum von 15 Jahren oder mehr war die Rendite positiv.
Frage 3: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Einsteigen?
Heute. Was dabei die Forschung zeigt: Wer auf den perfekten Zeitpunkt wartet, erzielt langfristig schlechtere Ergebnisse als wer sofort einsteigt. Was dabei zählt: Zeit im Markt, nicht Timing des Markts.
Was dabei der einzige schlechte Zeitpunkt ist: gar nicht anfangen.
Frage 4: Was ist, wenn der Markt fällt, kurz nachdem ich anfange?
Was dabei passiert: Das Depot zeigt rote Zahlen. Was dabei die richtige Reaktion ist: nichts tun. Sparplan weiterlaufen lassen. Was dabei in Krisenzeiten sogar passiert: Für denselben monatlichen Betrag werden mehr Anteile gekauft, weil die Kurse günstiger sind.
Was dabei langfristig entsteht: ein niedrigerer Durchschnittseinstiegspreis. Was eine Krise für Langfristanlegerinnen also ist: keine Katastrophe, sondern ein günstiger Kaufmoment.
Frage 5: Welchen ETF soll ich kaufen?
Was dabei für Einsteiger gilt: Ein breit gestreuter ETF auf den MSCI World oder MSCI ACWI. TER unter 0,25 Prozent, Fondsvolumen über 1 Milliarde Euro. Was dabei nicht entschieden werden muss: welcher von fünfzehn ähnlichen ETFs der beste ist. Was dabei alle guten ETFs auf denselben Index gemeinsam haben: Sie entwickeln sich nahezu identisch.
Frage 6: Muss ich mich täglich darum kümmern?
Nein. Was ein eingerichteter Sparplan braucht: einmal im Jahr einen kurzen Check. Was täglich nicht getan werden sollte: ins Depot schauen. Was tägliches Schauen erzeugt: emotionale Reaktionen auf Schwankungen, die langfristig irrelevant sind.
Frage 7: Was wenn ich das Geld plötzlich brauche?
Was dabei gilt: ETF-Anteile können jederzeit verkauft werden. Was dabei beachtet werden muss: Wenn in einem schlechten Marktmoment verkauft werden muss, können Verluste realisiert werden.
Was das verhindert: der Notgroschen. Wer drei bis sechs Nettomonatsgehälter liquid auf dem Tagesgeldkonto hat, muss nie erzwungen aus dem Depot verkaufen.
Fazit
Die häufigsten Fragen beim ersten Mal investieren haben meistens einfachere Antworten als erwartet. Was dabei fast immer die Erkenntnis ist: Es war nicht so kompliziert wie befürchtet.
Was die wichtigste Antwort auf alle Fragen zusammenfasst: anfangen, mit kleinen Beträgen, breit gestreut, langfristig.