160 Festnahmen bei Ausschreitungen in Mailand – Meloni will über weitere Massnahmen beraten
Weitere 160 Festnahmen bei Ausschreitungen in Mailand – Meloni will Sitzung einberufen
Rund um den Mailänder Dom haben vermummte Jugendliche in der Nacht auf Montag Geschäfte geplündert. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will über Massnahmen gegen die Demonstranten entscheiden.
19.10.2026, 08.11 Uhr
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Die Mailänder Polizei lieferte sich am Sonntag Auseinandersetzungen mit Demonstranten.
Reuters
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(dpa) In Italien ist es über das Wochenende am Rande friedlicher Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.
Betroffen war vor allem die norditalienische Metropole Mailand, wo schwarz gekleidete, vermummte Jugendliche die Polizei auf der zentralen Piazza Duomo mit Feuerwerkskörpern und Flaschen bewarfen sowie Barrikaden errichteten, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Polizei habe sich zunächst zurückziehen und auf Verstärkung warten müssen.
In anderen Städten wie Turin, Bologna und Bergamo kam es in der Nacht auf Sonntag (18. 10.) ebenfalls zu Zusammenstössen, bei denen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei geworfen wurden. Allein in Mailand seien mindestens vier Polizisten und 20 Demonstranten verletzt sowie über 50 Jugendliche festgenommen worden.
In der Nacht auf Montag (19. 10.) eskalierten die Ausschreitungen weiter. In Mailand plünderten die Vermummten Geschäfte und Supermärkte. Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt und mindestens 160 Menschen festgenommen, davon 80 Prozent Minderjährige.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief für Montag eine Sitzung in ihrem Amtssitz in Rom mit den Sicherheitskräften ein. «Ich habe für morgen eine Sitzung zur öffentlichen Ordnung im Palazzo Chigi einberufen, um die Lage zu beurteilen», wurde sie von Ansa zitiert. Sie wolle dabei weitere Massnahmen gegen diejenigen erörtern, «die legitime Demonstrationen missbrauchen, um Gewalt und Chaos zu stiften.»