Wettermodell eskaliert erneut: Nächstes Wochenende mit Hitzespitze – ab Dienstag glüht ganz Deutschland


Stand: 22.07.2026, 13:37 Uhr

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Ab Samstag glüht der Südwesten, ab Dienstag ganz Deutschland: Hitzeglocke zieht auf – und die Modelle rechnen mit bis zu 44 Grad. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Noch hält sich der Sommer bei uns halbwegs zurück, doch das ändert sich schneller, als vielen lieb sein dürfte. Bereits am Samstag (25. Juli) klettern die Werte im Südwesten auf bis zu 36 Grad, am Oberrhein und in der Pfalz wird die Luft flimmern. Das ist erst der Auftakt. Ab Dienstag greift die Hitze dann auf ganz Deutschland über, und zwar flächendeckend. 30 bis 35 Grad sind dann fast überall drin, regional werden Spitzen nahe 40 Grad berechnet. Die Hundstage, jene traditionell heißeste Phase des Jahres zwischen Ende Juli und Ende August, machen ihrem Namen in diesem Jahr also alle Ehre.

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Der Heat Dome kommt – und er hat es in sich

Verantwortlich ist eine gewaltige Hitzeglocke, die sich über Südwesteuropa aufgebaut hat. Über Spanien und Portugal presst diese Konstruktion die Luft regelrecht nach unten, sie erwärmt sich dabei zusätzlich. Genau dieses Gebilde schiebt sich nun immer weiter nach Nordosten, direkt auf Mitteleuropa zu. Und nicht nur ein Wettermodell rechnet so. Auch das europäische ECMWF ist inzwischen auf den Hitzezug aufgesprungen und liefert eine ganz ähnliche Entwicklung. Wenn sich zwei große Modelle so einig sind, dann sollte man das ernst nehmen. Der Hochsommer holt jetzt alles nach, was er im Juli hat liegen lassen.

Die Höchstwerte am 6. August wären einfach nur extrem.

Was für eine Extremhitze: Zum wiederholten Mal berechnet das US-Wettermodell GFS sehr hohe Temperaturen für Deutschland – und das während der kommenden Hundstage! © www.wetterzentrale.de

Extremkarten, die es früher nicht gab

Besonders auffällig sind die Berechnungen für Anfang August. Da tauchen Karten auf, die über weite Teile Deutschlands 40 Grad und mehr zeigen, teilweise sogar 43 oder 44 Grad im Südwesten. Solche Bilder hat man vor zwanzig Jahren in dieser Häufigkeit schlicht nicht gesehen, heute erscheinen sie fast im Wochenrhythmus. Ob es am Ende wirklich so kommt, steht auf einem anderen Blatt, denn in diesem Zeitraum sind das noch Trendaussagen und keine belastbare Prognose. Aber allein die Tatsache, dass solche Extremwerte immer wieder auftauchen, ist ein Warnsignal. Sollten sich diese Karten bewahrheiten, stünde uns eine der heftigsten Hitzewellen der Messgeschichte bevor. Die kommenden Modellläufe werden zeigen, wohin die Reise geht.