Trotz Hitze: Warum das Bergische Land mit seinen Talsperren nicht trockenläuft


Es ist fast wie bei Asterix: Wir befinden uns im Jahre 2026 n.Chr. - ganz NRW ist von Trockenheit bedroht. Ganz NRW? Nein! Denn eine von unbeugsamen Bergen geprägte Region hört nicht auf, der Dürre Widerstand zu leisten.

Nicht falsch verstehen: Die aktuelle Trockenheit wie auch der Klimawandel insgesamt stellen die Wasserversorgung im Bergischen vor große Herausforderungen. Das bestätigt auch der Wupperverband gegenüber dem WDR. Besonders schlimm: die aktuelle Hitze folgt auf ein Quartal mit ohnehin schon wenig Niederschlag.

Dürre und Klimawandel: Herausforderungen für Bergische Wasserversorgung

Aber: Anders als in anderen Regionen bleiben im Bergischen Wasserrationierungen oder ähnlich drastische Maßnahmen bislang meist aus. Denn es gibt ein paar Faktoren, durch die das Bergische Land resilienter gegen Dürre und Trockenheit aufgestellt ist.

Bergische Vorteile: Topographie, Regen, Tradition von Talsperren

Da wäre etwa die Topographie: Durch die bergige Landschaft und die Täler dazwischen gibt es viele Möglichkeiten, dort Wasser zu speichern. Das haben die Bergischen Vorfahren bereits vor über hundert Jahren bemerkt - und genutzt: Schon Ende des 19. Jahrhunderts entstand etwa die Eschbachtalsperre, die vor einigen Jahren wieder in Betrieb ging. Sie ist die älteste Talsperre Deutschlands und hilft in Remscheid jetzt wieder bei der Versorgung. In den 80er-Jahren wurde trotz starker Widerstände die Große Dhünntalsperre gebaut, die heute als zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands gilt. Und der Wupperverband ist froh, dass es sie gibt.

Wasserversorgung aus mehreren Säulen

Der wichtigste Vorteil im Bergischen ist laut Wupperverband und Solinger Stadtwerken aber die Flexibilität der Bergischen Wasserversorger. Hier setzt man neben Oberflächengewässern wie Talsperren auch auf Grundwasserreservoirs und Flusswasserfiltrate.

Wasser sparen bleibt wichtig

Ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser wird also immer wichtiger. Hierzu liefert etwa die Stadt Wuppertal umfangreiche Tipps. Denn nicht jeder kleine Regen ist direkt ein Grund zum Aufatmen. Die durstenden Bäume und Pflanzen saugen das Wasser nämlich auf, bevor es in die Bäche, Flüsse und Talsperren gelangen kann. Wasser zu sparen, bleibt also ebenfalls eine wichtige Säule im Kampf gegen Trockenheit.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de, Wie steht es um die bergischen Talsperren und Flüsse, 31.07.2026, 17:55 Uhr