„Zeit“ stellt Sonderseiten „Christ & Welt“ ein
„zeit“ streicht Seiten :
„Christ & Welt“ verschwindet
07.09.2026, 13:20Lesezeit: 1 Min.

Die „Zeit“ stellt die Seiten „Christ & Welt“ ein. Was einst eine eigene evangelisch-konservative Zeitung war, dann zur Beilage wurde, verschwindet. Die Themen finden sich nun auf den Seiten „Glauben und Zweifeln“.
Die „Zeit“ stellt ihre Sonderseiten „Christ & Welt“, die ursprünglich eine eigene Beilage bildeten, ein. Am 22. Oktober erschienen sie zum letzten Mal, sagte eine Sprecherin des Verlags auf Anfrage der F.A.Z. und bestätigte damit die Darstellung des Portals „katholisch.de“. Die drei Redakteurinnen von „Christ & Welt“ wechselten „allesamt in andere ,Zeit‘-Ressorts“.
Man sei sehr stolz auf die Arbeit der Redaktion der Beilage seit deren Übergang vom „Rheinischen Merkur“ zur „Zeit“ im Jahr 2010. Die Berichterstattung über religiöse und christliche Themen führe man fort, „allerdings nicht mehr in Form eines eigens zu abonnierenden Angebots, sondern im Digitalen sowie auf den Seiten ,Glauben und Zweifeln‘“. Diese Seiten seien künftig häufiger mit erweitertem Umfang im Blatt zu finden.
Die „Zeit“ hatte die Marke „Christ & Welt“ 2010 von der kurz zuvor eingestellten katholischen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ übernommen. 1980 war die 1948 gegründete und in der frühen Bundesrepublik einflussreiche evangelisch-konservative Wochenzeitung „Christ & Welt“ im „Rheinischen Merkur“ aufgegangen und dort als Ressort weitergeführt worden.
Nach der Übernahme durch die „Zeit“ 2010 wurde „Christ & Welt“ zunächst von einer Tochtergesellschaft der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn als sechsseitige Beilage fortgeführt. 2016 übernahm die „Zeit“ die Beilage vollständig und verlegte die Redaktion nach Berlin. Im Juli 2024 wurde der Umfang von „Christ & Welt“ von sechs auf drei Seiten halbiert, aus der Beilage wurden drei eigens zu abonnierende Sonderseiten. Dazu hieß es damals, der Verlag sei überzeugt, „Christ & Welt“ werde „als Teil des Hauptblattes noch besser – zwar weniger umfangreich, aber inhaltlich noch stärker“.