100 Prozent Trefferquote für Berlich


Stand: 29.09.2026, 07:12 Uhr

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-8- Lars Berlich (HSG Mörlen), Bezirksoberliga Gießen - HSG Mörlen gegen TSG Lollar, Bad Nauheim - OT Nieder-Mörlen, Frauenwaldhalle, 26.09.26

Der zwölffache Torschütze Lars Berlich (HSG Mörlen) lässt hier die Lollarer Defensive um Matti Nickel und Lennart Karber (28) alt aussehen. © A. Chuc

Die HSG Mörlen gewinnt in der Bezirksoberliga Gießen souverän mit sieben Toren Vorsprung. Trainer Neehuis hebt dabei einen Spieler besonders hervor.

Wieder ein erfolgreiches Wochenende für die drei Mannschaften aus der Wetterau, die am dritten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga Gießen ausnahmslos Siege feiern konnten. So rückte die HSG Mörlen nach dem 36:29 über die TSG Lollar auf Rang drei vor. Auch die Plätze eins und zwei befinden sich in heimischer Hand. Spitzenreiter TSV Griedel fertigte die HSG Hungen/Lich mit 39:26 ab, und die TG Friedberg distanzierte die HSG Wettenberg II mit 39:31. Griedel und Friedberg weisen jeweils 6:0 Punkte auf und sind damit die die einzigen Mannschaften der Liga ohne Verlustpunkt.

Patrick Neehuis (Trainer HSG Mörlen), Bezirksoberliga Gießen - HSG Mörlen gegen TSG Lollar, Bad Nauheim - OT Nieder-Mörlen, Frauenwaldhalle, 26.09.26

Beste Stimmung auf der Mörler Bank mit Trainer Patrick Neehuis (rechts). © A. Chuc

HSG Mörlen – TSG Lollar 36:29 (16:12): „Ein souveräner Sieg und eine klare Reaktion der Mannschaft auf die Niederlage am letzten Wochenende beim TuS Vollnkirchen“, freute sich nach der Partie Mörlens Trainer Patrick Neehuis. Allerdings sah es zunächst nicht nach einem so deutlichen Sieg aus. So waren die Lollarer in den ersten 14 Minuten gleichwertig. Erst nach dem 7:7 setzte sich Mörlen nach und nach ab. 10:7 lautete der Spielstand nach 17 Minuten, und zur Pause lag die Heimmannschaft mit vier Treffern vorn.

Damit war die Partie eigentlich noch nicht entschieden, aber die Gäste sahen sich nach Wiederbeginn außerstande, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. So zog Mörlen bis zur 42. Minute auf 24:17 davon und hielt im weiteren Verlauf die Lollarer auf Distanz. Am Ende stand ein deutlicher Heimsieg, der den Leistungen beider Mannschaften auch gerecht wird. „Alle Spieler haben ihren Anteil an diesem Sieg“, verteilte der Mörler Coach ein Gesamtlob an die Mannschaft, stellte dann allerdings einen Spieler heraus: „Hervorzuheben ist Lars Berlich mit zwölf Toren bei zwölf Versuchen.“ Auch in anderer Hinsicht sieht Patrick Neehuis einen positiven Trend: „So langsam fügen sich alle Puzzleteile zusammen“, erklärte er und zeigte sich „insgesamt sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung des Teams“.

Tore, Mörlen: Berlich (12/2), Müller (7/1), König, Wulf (je 4), Neutzner (3), Binder, Otto (je 2), vom Hagen, Schätzle (je 1). – Lollar: Ceh (5/4), Breser, Großhaus (je 5), Becker (4), Weidner, Tuttas (je 3), Scheld, Nickel, Karber, Bayer (je 1).

TG Friedberg – HSG Wettenberg II 39:31 (18:16): „Wir sind sehr gut gestartet und haben uns absetzen können – in der ersten Halbzeit immer Stück für Stück“, gab hinterher TG-Trainer Carsten Schäfer zu Protokoll. So führten die Friedberger nach neun Minuten mit 6:2. Nach 21 Zeigerumdrehungen lautete der Spielstand 16:8 und zwei Minuten später 17:11. Doch danach verlor die Heimmannschaft komplett den Faden, wie Schäfer weiter ausführte. Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl kamen die Wettenberger bis zur Pause auf zwei Treffer heran und waren damit wieder zurück im Spiel. „Mit einem gehaltenen Siebenmeter zum Pausenpfiff haben wir das mentale Moment mit in die Kabine genommen und in Überzahl mit zwei starken Paraden von Radu Balazs den Beginn der zweiten Halbzeit gut überstanden“, berichtete der Friedberger Trainer, dessen Mannschaft sich trotz einer Zeitstrafe und „durch harte Arbeit peu à peu wieder absetzte“.

So führte die Heimmannschaft nach 45 Minuten mit 29:23 und lag zehn Minuten vor dem Ende praktisch uneinholbar mit 35:27 vorn. Am Ende stand ein Sieg mit acht Toren Differenz, den die Friedberger dank einer „absolut geschlossenen Mannschaftsleistung“ herauswarfen. Schäfer zeigte sich am Ende heilfroh über den Start in die neue Saison, verwies aber auch darauf, dass es seine Mannschaft in den kommenden Wochen mit drei Titelanwärtern (Lang-Göns/Kleenheim, Heuchelheim, Griedel) zu tun bekomme, und das jeweils auswärts.

Tore, Friedberg: Peppler (10/4), Sattler (7), Eisenkopf (6), Kulenovic (5), Brehm (4), Ploner (3), Röhrs (2), Kanand, Reeb (je 1). – Wettenberg II: Merz, Schulcz (je 5), Valentin (4/4), Szabo (4), Sascha Kreutz (3), Schneider, Becker, Kleinschmidt, Noah Kemper (je 2), Moritz Kemper, Wolf (je 1).

TSV Griedel - HSG Hungen/Lich 39:26 (15:14): Griedels Trainer Marius Pfeiffer zeigte sich hinterher „glücklich über den deutlichen Sieg“, war aber mit der Leistung vor der Halbzeitpause nicht ganz zufrieden. „Nach der durchwachsenen ersten Halbzeit folgte eine hervorragende zweite Hälfte von meiner Mannschaft. Im Angriff haben wir dann viele gute Lösungen gefunden, und in der Abwehr wurde deutlich stärker gedeckt als noch zu Beginn.“ So kam die HSG Hungen/Lich einfach besser aus den Startlöchern und lag nach zwölf Minuten mit 7:4 vorn. Nach der fälligen Auszeit wechselte der TSV-Coach Constantin Jantos im Rückraum ein, der sich mit drei Treffern innerhalb von 50 Sekunden prächtig einführte und seiner Mannschaft den Ausgleich zum 7:7 bescherte. Bis zum Seitenwechsel verlief die Begegnung ausgeglichen, und auch der Pausenstand von 15:14 deutete auf eine spannende zweite Spielhälfte hin.

Doch der Schein trog. Zwar mussten die Griedeler noch den Ausgleich zum 17:17 hinnehmen, doch danach gab es kein Halten mehr. Nach knapp 40 Minuten führten die Butzbacher Vorstädter mit 23:20 und bauten den Vorsprung binnen vier Minuten auf 27:20 aus. Auch im weiteren Verlauf konnten die Gäste dem Spitzenreiter keine Paroli bieten. Das traf besonders auf die Zeit zwischen der 48. und der 56. Minute zu, als die Heimmannschaft die Führung von 29:23 auf 36:23 ausbaute und diesen Vorsprung mit ins Ziel nahm. Zum zweiten Mal in der noch jungen Saison kratzten die Griedeler damit an der 40-Tore-Marke.

Tore, Griedel: Kipp (11/6), Jantos (8), Grassl (7), Hachenburger (5), Brunz (3), Engel, Jan Schepp (je 2), Maximilian Schepp (1). – Hungen/Lich: Hahn (8/6), Tobias Anhäuser (4), Steffan (3), Jan Anhäuser, Hutzfeld, Böhm, Macht (je 2), Dönicke, von Keutz, Piet Spall (je 1).