Ukraine-News: Russland plant Rüstungsausgaben in Rekordhöhe


Ein Angehöriger des mobilen Luftverteidigungsteams BARS-LNR ist im Dienst zu sehen.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 29.09.2026 07:57 Uhr


04:29 Uhr

Russland setzt Angriffe auf Kiew fort

Russland hat seine schweren Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht fortgesetzt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe kamen erneut ballistische Raketen zum Einsatz. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete Schäden und Brände in mehreren Stadtteilen. Getroffen wurden demnach unter anderem ein Verwaltungsgebäude und eine Bildungseinrichtung.

Bereits im Tagesverlauf war Kiew mehrfach angegriffen worden. Nach Behördenangaben wurden dabei zwei Menschen getötet und 24 weitere verletzt. Getroffen wurden unter anderem eine Klinik und die Akademie der Wissenschaften. (Quellen: dpa, AFP)


03:22 Uhr

Russland plant höhere Militärausgaben für 2027

Russland will seine Militärausgaben 2027 einem Reuters-Bericht zufolge auf den höchsten Stand seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine erhöhen. Geplant seien 17,1 Billionen Rubel, umgerechnet rund 178 Milliarden Euro. Das wären etwa 27 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen.

Die steigenden Rüstungsausgaben belasten den russischen Staatshaushalt. Für 2026 rechnet die Regierung den Dokumenten zufolge inzwischen mit einem Haushaltsdefizit von 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, doppelt so viel wie bislang erwartet. Zur Finanzierung sind für 2027 unter anderem Steuererhöhungen geplant. (Quelle: Reuters)


01:14 Uhr

Papst fordert neue Gespräche über Ende des Ukraine-Kriegs

Papst Leo XIV. hat neue internationale Anstrengungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. Die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder müssten sich an einen Tisch setzen und miteinander sprechen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Rückflug von einer Frankreich-Reise.

Zugleich warnte Leo erneut vor einem internationalen Wettrüsten. Statt immer mehr Geld für Waffen auszugeben, sollten die Mittel stärker zur Bekämpfung von Hunger, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit eingesetzt werden. (Quelle: dpa)


00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – am 28. September 2026

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In Dnipro und der nahe gelegenen Stadt Synelnykowe starben nach Angaben des Regionalgouverneurs mindestens vier Menschen. In Kiew wurde laut Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Mensch beim Angriff auf das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getötet. Auch eine Klinik wurde getroffen. In Charkiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters 35 Menschen bei Angriffen mit Gleitbomben auf ein Wohnhaus verletzt.

Video: Akademie der Wissenschaften in Kiew schwer beschädigt (1 Min)

Selenskyj zufolge griff die Ukraine Ölanlagen und Rüstungsfabriken in Russland an. In der Grenzregion Brjansk wurde nach russischen Angaben bei einem Drohnenangriff eine Bahnbrücke beschädigt; fast 30 Waggons entgleisten.

Video: Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw (1 Min)

Die EU verhängte neue Sanktionen gegen Personen, die am Ausschluss der russischen Anti-Kriegspartei Jabloko von der Duma-Wahl beteiligt gewesen sein sollen. Weitere Maßnahmen richten sich gegen Personen und Einrichtungen, die die EU für die rechtswidrige Verschleppung ukrainischer Kinder verantwortlich macht.

Selenskyj erklärte unter Berufung auf Geheimdienste, Russland habe eine zusätzliche Mobilmachung begonnen. Unabhängig davon erhöhte Präsident Wladimir Putin per Dekret die vorgesehene Personalstärke der Streitkräfte um 15.500 Militärangehörige. Eine Mobilisierung von Reservisten ist damit nicht verbunden. Russland stellte zudem das dortige Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter russische Verwaltung.


00:01 Uhr

Ukraine-News am Dienstag, 29. September 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern – mit Unterstützung aus dem Westen. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.