127 Finanzwirte schließen Ausbildung in Rotenburg ab – sieben kommen aus dem Landkreis
Stand: 14.07.2026, 13:01 Uhr
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Die Hessische Steuerverwaltung hat 127 Steueranwärter zu Finanzwirten ausgebildet. Darunter sind sieben Absolventen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Rotenburg – Sieben angehende Finanzwirte aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Raya Römer, Lilly Rudolph, Miria Schrön, Emely Bachmann, Fitim Braha, Darius Heil und Celina Malki gehören zu den insgesamt 127 Steueranwärterinnen und -anwärtern, die ihre Abschlussprüfungen bestanden haben und nun als Finanzwirtinnen und Finanzwirte in der Hessischen Steuerverwaltung tätig sind.
Ihre Urkunden erhielten die Absolventen jetzt bei einer Zertifizierungsfeier in Rotenburg. Mit den bestandenen Prüfungen endet die zweijährige duale Ausbildung für den mittleren Dienst. Diese bestand aus theoretischen Ausbildungsabschnitten an der Landesfinanzschule in Rotenburg sowie Praxisphasen in den jeweiligen Ausbildungsfinanzämtern.
Hessens Finanzminister Alexander Lorz würdigte den erfolgreichen Abschluss als weit mehr als einen formalen Meilenstein. Die Absolventen hätten Durchhaltevermögen bewiesen und sich für einen anspruchsvollen Beruf im öffentlichen Dienst entschieden. Ihre Arbeit trage dazu bei, dass der Staat zentrale Aufgaben erfüllen könne. Eine leistungsfähige Finanzverwaltung sei unter anderem für Digitalisierung, Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherheit unverzichtbar.
Auch Oberfinanzpräsidentin Konstanze Bepperling gratulierte den neuen Finanzwirten. Der Abschluss sei nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern zeige auch, wie wichtig Zusammenarbeit innerhalb der Steuerverwaltung sei. Neben fachlichem Wissen hätten die Anwärter während ihrer Ausbildung gelernt, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen. Gerade mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz seien Urteilsvermögen und soziale Kompetenz weiterhin unverzichtbar. Technik könne die Arbeit erleichtern, der Mensch bleibe jedoch der entscheidende Faktor.
Für Karl Jennemann, Direktor des Studienzentrums der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg, hatte der Lehrgang eine besondere Bedeutung. Er wies darauf hin, dass es sich um den letzten Lehrgang der Landesfinanzschule als eigenständigen Lehrbereich unter dem Dach des Studienzentrums handelt. Bereits im August wird die Landesfinanzschule in den Fachbereich Steuer der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege integriert. Die Absolventen hätten während ihrer Ausbildung gezeigt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung in Theorie und Praxis sei. Dieses Miteinander werde sie auch im Berufsalltag begleiten.
Die Ausbildung zur Finanzwirtin beziehungsweise zum Finanzwirt dauert zwei Jahre und ist dual aufgebaut. Während der theoretischen Ausbildungsabschnitte in Rotenburg erwerben die Anwärter Kenntnisse im Steuerrecht sowie in Bereichen des Wirtschaftsrechts und der Sozialwissenschaften. In den Praxisphasen an den Finanzämtern lernen sie unter anderem, Steuererklärungen zu bearbeiten, Besteuerungsgrundlagen zu ermitteln und Einkommen- oder Umsatzsteuer festzusetzen. Außerdem sammeln sie Erfahrungen im Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Steuerberaterinnen und Steuerberatern.
Nach Angaben der Hessischen Steuerverwaltung erhalten Auszubildende derzeit Anwärterbezüge in Höhe von 1647 Euro sowie gegebenenfalls weitere Zuschläge. Hinzu kommen ein kostenloses Landesticket für den öffentlichen Nahverkehr, ein sicherer Arbeitsplatz, vielfältige Karrierechancen und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Zu den Jahrgangsbesten zählen in diesem Jahr Emily Stranz vom Finanzamt Michelstadt, Jan Dörr vom Finanzamt Bad Homburg, Nele Lorelay Männicke vom Finanzamt Fulda und Annja Piir vom Finanzamt Frankfurt.