162 Folgen produziert: Deutsche TV-Serie wird zum Mega-Flop mit 0,0 % Marktanteil


Stand: 12.07.2026, 21:34 Uhr

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Eine neue TV-Serie landet weit unter den Hoffnungen – und erzielt nun auf einem unschmeichelhaften Sendeplatz erstaunlich schwache Quoten.

Berlin – Vom Hoffnungsträger-Format zum Komplett-Flop: Die Sat.1-Serie „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ hat eine bemerkenswerte Bruchlandung hingelegt. Nach kurzer Zeit verbannte sie der Sender aus dem Vorabendprogramm – obwohl bereits 162 Folgen produziert sind. Die restlichen Episoden erleiden jetzt ein sehr unschönes Schicksal.

Die neue Serie kommt beim Publikum nicht an (Symbolfoto)

Die neue Serie kommt beim Publikum nicht an (Symbolfoto). © Daniel Reinhardt / dpa

Dabei dürfte die Grundidee einige Fans angelockt haben: Die alleinerziehende Intensivkrankenschwester Frieda (Laura Lippmann) zieht mit ihrer Tochter zurück in die Sächsische Schweiz. Sie versucht dort, die freiwillige Feuerwehr zu retten. Und auch ihr Liebesleben nimmt reichlich Raum ein. Mit dabei ist auch „Glücksrad“-Legende Maren Gilzer (66). Landleben, Feuerwehr, Gefühle: Eigentlich viele Zutaten, die breite Personengruppen ansprechen. Das Feuerwehr Magazin berichtete ebenso über den Serienstart wie die Sächsische Zeitung.

Doch letztere rümpfte direkt die Nase und titelte: „Mogel-Kulisse: Neue TV-Serie mit Schauplatz Sächsische Schweiz wurde nicht vor Ort gedreht“. Ob die Reihe deswegen auf Anhieb floppte oder es an anderen Gründen liegt, lässt sich schwer feststellen. Jedenfalls hielt Sat.1 den Sendeplatz ab 18 Uhr, mit dem „Frieda“ am 1. Juni gestartet war, nur wenige Wochen durch – und zog dann die Notbremse: Am 26. Juni flimmerte die letzte „Frieda“-Folge am Vorabend.

„Frieda – mit Feuer und Flamme“ kommt beim Publikum nicht an.

„Frieda – mit Feuer und Flamme“ kommt beim Publikum nicht an. © SAT.1/Claudius Pflug

Danach ging es sehr unschmeichelhaft weiter: Die Folgen 41 bis 50 liefen am Samstag, 4. Juli von 4.30 Uhr bis 9 Uhr. Am Stück. Ein maximal undankbarer Sendeplatz. Dieser wiederholt sich: Am 11. Juli gab es ab 4.25 Uhr zehn weitere Episoden, der nächste Schwung ist am 18. Juli dran, weiter geht es am 25. Juli. Wenn Sat.1 jeden Samstag zehn Folgen versendet, dürfte das Thema „Frieda“ im linearen Fernsehen bald abgehakt sein mit Episode 162.

Ein Fan fordert via Facebook: „Sat.1, bitte bringt die Serie Frieda wieder ins Abendprogramm! Die Schauspieler sind super und spielen ihre Rollen echt authentisch. Gebt der Serie doch noch eine Chance!“ Doch es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es dazu kommt. Denn auch am frühen Samstagmorgen erweist sich die Serie als äußerst erfolglos.

Sat.1-Serie „Frieda“ zeitweise mit 0,0 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe

Wie digitalfernsehen.de berichtet, erzielten am 11. Juli mehrere der zehn Folgen einen Marktanteil von tatsächlich 0,0 Prozent bei der werberelevanten Zielgruppe. Zwischenzeitlich ging es nur leicht hoch – und dann wieder zurück auf 0,0 Prozent. Zum Vergleich: Das folgende „Sat.1-Frühstücksfernsehen am Samstag“ ab 9 Uhr kam auf 5,4 Prozent Marktanteil in derselben Zielgruppe.

Laura Lippmann spielt die Hauptrolle in der Serie.

Laura Lippmann spielt die Hauptrolle in der Serie. © Jens Kalaene / dpa

Dass der jeweilige Marathon von zehn „Frieda“-Folgen am Stück am frühen Samstag zum großen Quotenrenner wird, wird wohl auch Sat.1 nicht erwartet haben. Fans der Serie – einige dürfte es doch geben – werden wohl eher zum Streaming greifen. Kürzlich kam es im TV-Hauptabendprogramm zu einer ungewöhnlichen Klarstellung. (Quellen: digitalfernsehen.de, Sat.1, Facebook, saxonia-media.de, ruhr24.de, quotenmeter.de, tvinfo.de, fernsehserien.de, Sächsische Zeitung, Feuerwehr Magazin) (lin)