„Lena Lorenz“-Geheimnis gelüftet: Darum spielen gleich zwei Kinder Baby Luis in der ZDF-Serie


„Lena Lorenz“-Geheimnis gelüftet: Darum spielen Zwillinge den kleinen Luis

Stand: 12.07.2026, 18:49 Uhr

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Baby Luis wird bei „Lena Lorenz“ von zwei Kindern gespielt. Dahinter stehen strenge Regeln am Filmset. Nun klärt das Team die Fans auf.

Berchtesgaden – Die ZDF-Serie „Lena Lorenz“ begeistert seit Jahren mit Geschichten über Schwangerschaft, Geburt und Familienleben vor der malerischen Kulisse der Berchtesgadener Alpen. Hebamme Lena Lorenz (Judith Hoersch, 45) betreibt ihre Praxis auf dem Hof ihrer Mutter und begleitet werdende Eltern durch herausfordernde Lebenssituationen. Mit der Geburt ihres Sohnes Luis scheint schließlich auch ihr privates Glück vollkommen.

Judith Hoersch steht in einer Szene der ZDF-Serie „Lena Lorenz“ gemeinsam mit Mina Tander, Tom Beck und einem Kind vor der Kamera.

Judith Hoersch (r.) als Hebamme Lena Lorenz in der ZDF-Folge „Muttergefühle“, gemeinsam mit Mina Tander und Tom Beck. Lenas Sohn Luis wird in der Serie von Zwillingen gespielt, damit die strengen Regeln für Kinder am Filmset eingehalten werden können. © picture alliance/dpa/ZDF | Jacqueline Krause-Burberg

Doch ausgerechnet der jüngste Darsteller der Serie sorgte bei vielen Fans immer wieder für Fragen. Nun hat die Produktion das Rätsel gelöst. In einem Blick hinter die Kulissen auf Instagram erklärt das Team: „Heute lüften wir ein kleines Geheimnis, das viele von euch schon beschäftigt hat.“ Demnach wird der kleine Luis nicht von einem einzelnen Kind gespielt, sondern von den Zwillingen Linus und Samuel. Die Lösung hat einen ganz praktischen Hintergrund und dient vor allem dem Schutz der jungen Darsteller.

ZDF-Serie „Lena Lorenz“ setzt bei Baby Luis auf Zwillinge

Wie das „Lena Lorenz“-Team weiter erklärt, gelten für Kinder am Filmset besonders strenge Vorgaben. Deshalb könnten sich Linus und Samuel die Dreharbeiten teilen. So würden ausreichend Pausen eingehalten und der Dreh kindgerecht gestaltet. Die Regelung sei ausdrücklich dem Wohl der Kinder geschuldet.

Tatsächlich ist dieses Vorgehen in der Film- und Fernsehbranche seit Jahrzehnten üblich, wie unter anderem Joyn berichtet. In Deutschland schreiben das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Kinderarbeitsschutzverordnung enge Grenzen für den Einsatz minderjähriger Darsteller vor. Kinder zwischen drei und sechs Jahren dürfen grundsätzlich höchstens zwei Stunden täglich arbeiten, und das ausschließlich zwischen 8 und 17 Uhr. Ihr Aufenthalt am Set ist auf maximal drei Stunden begrenzt.

Strenge Regeln begrenzen Dreharbeiten mit Kindern

Voraussetzung für eine Ausnahmegenehmigung sind unter anderem das schriftliche Einverständnis der Eltern, eine Zustimmung des Jugendamtes sowie ein kinderärztliches Attest. Schulpflichtige Kinder benötigen zusätzlich die Genehmigung ihrer Schule.

Da diese Vorgaben einen Drehtag für ein einzelnes Kleinkind erheblich verkürzen, greifen viele Produktionen auf Zwillinge oder sogar Drillinge zurück. So kann ein Kind übernehmen, während das andere Pause hat, ohne den Ablauf der Dreharbeiten zu verzögern. Diese Praxis ist auch international weit verbreitet.

Nicht nur „Lena Lorenz“: Auch „Full House“ und „Big Daddy“ setzten auf Zwillinge

Zu den bekanntesten Beispielen zählen Mary-Kate und Ashley Olsen (beide 40), die sich in der US-Sitcom „Full House“ die Rolle der Michelle Tanner teilten. Auch Dylan und Cole Sprouse (beide 33) spielten gemeinsam den kleinen Julian in der Komödie „Big Daddy“, ehe sie später mit der Disney-Serie „Hotel Zack & Cody“ berühmt wurden.

Zwillinge ermöglichen es Film- und Fernsehproduktionen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig einen reibungslosen Dreh zu gewährleisten – ein bewährtes Modell, das bis heute zum Branchenstandard gehört. (Verwendete Quellen: Instagram, Joyn)