18 Euro für zwei Stunden Parken: Kroatien-Urlauber erlebt böse Überraschung - „Echt unverständlich“
18 Euro für zwei Stunden Parken: Kroatien-Urlauber findet gestiegene Gebühren „echt unverständlich“
Stand: 12.08.2026, 18:36 Uhr
Die Preise in Kroatien steigen: Ein Urlauber musste das schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Sein Stammparkplatz kostete plötzlich mehr als doppelt so viel.
Rovinj – Mit Freunden oder Familie ein paar entspannte Stunden in der Altstadt von Rovinj verbringen – das hatte vielleicht auch ein deutscher Urlauber geplant. Stattdessen erlebte er eine böse Überraschung: Nach zwei Stunden soll er 18 Euro an Parkgebühren bezahlen. Nicht umsonst gilt Kroatien etwa als teuerstes Land für Camper in Europa. Seinen Frust äußert der Urlauber auf Facebook.

Der Kroatien-Besucher erklärte in seinem Facebook-Post, dass er immer nach Rovinj fährt, wenn er in Istrien ist. Dort würde er jedes Mal auf demselben Parkplatz in der Stadt parken. Bisher habe dort die Parkgebühr drei Euro pro Stunde betragen. „Nicht gerade günstig, aber wir haben bisher immer noch einen Stellplatz gefunden“, sagt er zu diesem Preis.
Ein User kommentiert: „Gierig ohne Ende“
In diesem Sommer hätten ihn etwas über zwei Stunden Parkzeit plötzlich 18 Euro gekostet. „Das ist mir echt unverständlich und auch wirklich ärgerlich“, sagt der Urlauber zu dem stark gestiegenen Preis. Die Kommentare zu dem Post fallen unterschiedlich aus: Eine Userin kommentiert etwa, dass bei ihr in der Südsteiermark die Parkgebühren noch höher seien. Daraufhin antwortet der Verfasser des Posts, dass er solch hohe Preise bereits aus Dubrovnik kenne. Er fügt an: „Leider gibt es nun auch in Rovinj einen Hochsaison-Preis.“
Ein anderer hat dagegen eine klare Meinung zu dem Preis: „18 Euro kann man auch nicht schönreden. Gierig ohne Ende.“ Ein weiterer Nutzer empfahl ein anderes Parkhaus: Dort würde die Gebühr zwar 16 Euro betragen – aber dies für dreieinhalb Stunden. Außerdem sei das Parkhaus klimatisiert. Bereits im letzten Sommer gab es Berichte über die hohen Preise in Kroatien: So habe eine Sonnenliege an einer Strandbar in Dubrovnik 120 Euro gekostet. Eine andere Kroatien-Urlauberin konnte sich dagegen über einen niedrigen Preis für einen Cappuccino und einen Espresso freuen.
Tourismusverband: Preise für Touristen passen sich wirtschaftlicher Entwicklung an
In Bezug auf die hohen Kosten für Urlauber sagte der Tourismusverband der Insel Lošinj kürzlich dem Münchner Merkur von Ippen.Media, dass sich die Preise der wirtschaftlichen Entwicklung und Inflation angepasst hätten. Diese habe in der ersten Jahreshälfte bei 4,4 Prozent gelegen.
Nach Angaben von blick.ch hat die Inflationsrate für die Tourismusbranche Auswirkungen auf die Kosten für Energie, Personal und Lebensmittel. Außerdem hätten touristische Betriebe den Währungswechsel zum Euro Anfang 2023 genutzt, um ihre Preise zu erhöhen. Dadurch hätten sich die Entgelte für Unterkünfte, Restaurants und Freizeitangebote stark erhöht. Eine Folge: Im letzten Sommer klagten kroatische Hoteliers und Restaurantbetreiber bereits über Umsatzeinbußen, auch wegen weniger Urlauber aus Deutschland.
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Insgesamt stiegen die Preise für touristische Leistungen laut dem kroatischen Statistikamt zwischen 2015 und 2024 um rund 70 Prozent. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, kann jedoch mit einigen Tipps bei der Urlaubsplanung bares Geld sparen. (Quellen: facebook.com, blick.ch) (jws)