18 neue Spieler bei Kickers Offenbach II: Keiner älter als 21 Jahre


Stand: 13.07.2026, 16:34 Uhr

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Anastasios Kagiouzis schirmt im Verbandsligaspiel den Ball gegen Tom Schulz von den Sportfreunden Seligenstadt ab.

Aufgestiegen: Anastasios Kagiouzis (vorne) kommt aus der U19 des OFC in die zweite Mannschaft. Er hat in der vergangenen Saison bereits vier Verbandsligaspiele für die Reserve bestritten. © Sascha Eyssen

Die zweite Mannschaft von Kickers Offenbach hat 14 externe Zugänge und vier Spieler aus der U19 dazubekommen. Elf Spieler haben den Verein verlassen.

Offenbach – „14 + 4 – 11“ lautet die Formel bei der zweiten Mannschaft von Kickers Offenbach. Zu 14 externen Zugängen kommen vier Nachwuchsspieler aus der U19 hoch, elf Spieler haben den Verein verlassen. Wie bei zweiten Mannschaften nicht selten der Fall, gab es auch bei der OFC-Reserve in der Sommerpause einen großen Umbruch.

„Das war im vergangenen Sommer ja ähnlich“, sagt Dogan Köksal, der die zweite Mannschaft der Kickers seit einem Jahr trainiert. „Die Jungs gehen nun mal alle ihre nächsten Schritte. Viele sind in die Hessenliga gewechselt, zwei haben auch den Sprung nach oben geschafft“, sagt Köksal und hat dabei Mohamadaziz Abdelhadi und Adam Loune im Blick, die sich in der vergangenen Saison über die Verbandsliga für den Regionalligakader empfohlen haben, dem sie nun fest angehören. „Das macht einen schon stolz“, freut sich Köksal, dass das wichtige Ziel von zweiten Mannschaften, Nachwuchs für die erste Mannschaft auszubilden, in diesen beiden Fällen erreicht wurde. Von den elf Abgängen gehen in Mehmet Afsar, Mahmut Afsar und Boran Özcelik gleich drei auf das Konto von Hessenligist Hanauer SC. Der bisherige Kapitän Jens Mühlig wechselte zum SV Gonsenheim in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

„Wir haben wieder viele junge Spieler aus der Region geholt, die heiß und hungrig sind“, sagt Dogan Köksal. Keiner der 14 externen Zugänge ist älter als 21. „Die haben alle eine gewisse Qualität und wollen auf dem Platz arbeiten“, hofft Dogan Köksal, dass sich auch in dieser Saison wieder der eine oder andere Spieler für höhere Aufgaben empfiehlt. Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, keine älteren Spieler zu verpflichten. „Da geben wir eher den jüngeren Spielern die Chance, deshalb haben sie sich auch für uns entschieden. Die sehen, dass wir auf junge Spieler setzen. Sie bekommen Spielzeit. So viele neue Spieler sind natürlich für einen Trainer immer eine Herausforderung, weil man dann eigentlich wieder von null anfängt.“

Santoro wird noch länger fehlen

In der Phase der großen Personalsorgen bei der ersten Mannschaft bekamen einige Spieler der Reserve die Chance, oben reinzuschnuppern. Auch Davide Santoro war auf dem Sprung in die Regionalliga. Einen Kurzeinsatz absolvierte Santoro bei der ersten Mannschaft, ehe er sich im Mai im Training des Regionalligateams ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss zuzog. Schon der zweite in der noch jungen Laufbahn des 21-Jährigen, der mit 20 Treffern in der Verbandsliga zwischenzeitlich an der Spitze der Torschützenliste stand. Santoro wird der OFC-Reserve noch länger fehlen. „Das hat mir für den Jungen echt leid getan, weil er auch sehr viel investiert hat“, fühlt sein Trainer mit. Richard Mben Bata, mit elf Treffern der zweitbeste Torschütze der vergangenen Runde, hat den OFC mit noch unbekanntem Ziel verlassen.

Ähnlich wie die vielen Wechsel im Sommer war auch der Verlauf der vergangenen Saison in gewisser Hinsicht typisch für eine zweite Mannschaft. Lange spielten die Kickers in der Spitzengruppe mit, sogar der Hessenliga-Aufstieg schien realistisch. Gegen Ende der Runde, als die Personaldecke immer dünner wurde, lief dann ergebnistechnisch nichts mehr zusammen. Die letzten sieben Spiele gingen alle verloren. „Im Großen und Ganzen betrachtet war das aber eine gute Saison der Jungs“, blickt Köksal noch einmal zurück, dessen Team die zweite Saison nach dem Verbandsligaaufstieg als Neunter beendete. In der neuen Runde geht es am 31. Juli gegen Aufsteiger VfB Ginsheim los.