1860-Präsident Mang stellt klar: Wir haben keine Angst vor Ismaik
Stand: 03.09.2026, 07:00 Uhr
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1860-Präsident Mang spricht Klartext nach der Rückkehr des Löwen: „Der Fokus liegt komplett auf dem Sport“.
München – Kurz nach dem Abpfiff am Dienstagabend musste Gernot Mang erst einmal Trost spenden. Nach der 1:3-Pokalpleite gegen Buchbach nahm der Löwen-Präsident seinen Trainer Alper Kayabunar in den Arm, sprach dem geknickten Coach des TSV 1860 München Mut zu für die kommenden harten Aufgaben in der Regionalliga Bayern.

Das absolut verdiente Aus im Totopokal war das bittere Ende eines geschichtsträchtigen Feiertags für die Sechzger. Nach der (wenig überraschenden) Eröffnung des Insolvenzverfahrens der KGaA folgte am Mittag der Paukenschlag: Der Mutterverein hat das achteckige Wappen mit dem Löwen zurückgekauft – früher als von den meisten erwartet. Mang betonte stolz gegenüber dem BR: „Mit dem heutigen Tag haben wir ein historisches Dokument unterzeichnet. Das haben sich viele Fans erhofft und gewünscht.“ Auch 1860-Verteidiger Julian Bell erklärt: „Ich freue mich darüber brutal. Der Löwe gehört zu Sechzig – das weiß jeder.“
Markenrechte: 1860 setzte sich gegen andere Interessenten durch
Man habe in den vergangenen Wochen intensiv mit Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig verhandelt, berichtete Mang: „Das ganze Paket wurde vom Gläubigerausschuss bejaht.“ Es habe auch andere Interessenten für die „Assets“ gegeben, doch am Ende erhielt der Verein den Zuschlag. Auch dass die Spieler der KGaA nun zur Spielbetriebs-GmbH gehören, sei ein „Meilenstein“ für die Zukunft.
Einer, der nochmals ins Wanken geraten könnte? Hasan Ismaik untermauerte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder, sich rechtliche Schritte vorzubehalten nach diesem turbulenten Sommer. Angst davor habe Mang jedoch nicht: „Ich habe keine Angst davor, auch wenn ich vermute, dass da noch etwas kommt. Wenn eine Klage kommt, wäre der Insolvenzverwalter der Ansprechpartner.“
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Mang möchte nicht mehr zurückblicken, sich uneingeschränkt auf die Zukunft konzentrieren: „Der Fokus soll komplett auf dem Sport liegen.“ Dass dieser Wunsch natürlich nur eine Seite der Medaille abdeckt, weiß auch das Löwen-Oberhaupt. Im Verein stehen wegweisende wirtschaftliche Entscheidungen an: „Wir müssen effizienter werden und langsam wachsen. Zuerst müssen die Einnahmen kommen, dann erst die Ausgaben. Wir müssen Geld verdienen – das ist das oberste Prinzip.“
Eine der großen Erlös-Säulen soll das Merchandising werden. Wann kommt denn das neue 1860-Trikot mit dem Schriftzug „Freiheit für Sechzig“ nun endlich in den Handel? „Ende September, Anfang Oktober kommen die Trikots in den Handel. Wir haben 20.000 davon bestellt“, muss Mang die Fans noch wenige Wochen vertrösten. Auf der Brust wird der Löwe allerdings in dieser Saison nicht zu sehen sein, dort prangt weiterhin das Wappen der Fußballabteilung. Bei anderen Merchandising-Artikeln wird das jedoch anders aussehen.
Wir haben ein historisches Dokument unter- zeichnet
Mang blickt positiv in die Zukunft – auch aufgrund des großen Zusammenhalts: „Auf diese Art und Weise haben wir das in den vergangenen 25 Jahren nicht erlebt. Jetzt geht es nur um Sechzig!“