22 Millionen Euro für die Zukunft: So baut der RBB nach massivem Stellenabbau sein Programm um

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat sein Konsolidierungsprogramm abgeschlossen. Vor allen durch einen Personalabbau wurden Kosten eingespart. Dadurch stehen dem Sender zusätzliche Mittel für digitale Transformation, Technik und Programm zur Verfügung. Gleichzeitig beginnt der nächste Schritt der organisatorischen Neuordnung.
22 Millionen Euro jährlich ab 2028
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat nach eigenen Angaben die Konsolidierung abgeschlossen. Bereits 2026 stehen dadurch 14,6 Millionen Euro, ab 2027 19,5 Millionen Euro und ab 2028 jährlich 22 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen unter anderem in die digitale Transformation des Programms sowie in die technische Erneuerung fließen. Der Rundfunkrat befasste sich am 17. September 2026 mit der weiteren Entwicklung des Senders.
Rund 170 Stellen wurden abgebaut
Die Einsparungen erreicht der Senders nach eigenen Angaben vor allem über den Personalabbau. Rund 170 Stellen wurden abgebaut. Für das Freiwilligen- und Ansprache-Programm zum Personalabbau gab der RBB einmalig rund 18 Millionen Euro aus. Eine Reduzierung des Programms sei dagegen nicht das vorrangige Ziel der Konsolidierung gewesen. Freiwerdende Stellen sollen künftig stärker mit Berufsbildern besetzt werden, die für die weitere Entwicklung des Senders benötigt werden.
Neue Führungsstruktur etabliert
Parallel setzt der RBB seinen organisatorischen Umbau fort. Die bislang zwölf Bereiche unterhalb des Direktoriums hat der Sender auf sieben Bereiche reduziert. Diese neue Führungsebene besteht seit April. Bis Ende Oktober sollen gemeinsam mit dem Projekt „Neue Zusammenarbeit“ außerdem die neuen Strukturen und Führungsrollen auf der dritten Ebene festgelegt werden. Intendantin Ulrike Demmer bezeichnete den Prozess als den „größten Veränderungsprozess unserer Unternehmensgeschichte“. Programmdirektor Robert Skuppin verwies zugleich auf die zusätzlichen Mittel, die nun wieder für das Programm zur Verfügung stehen.
Digitale Erneuerung im Mittelpunkt
Mit dem Abschluss der Konsolidierung will der RBB nun stärker in die inhaltliche und technische Weiterentwicklung investieren. Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin Nicole Küchler-Stahn erklärte, der Sender passe seine Aufwendungen dauerhaft an das erwartete Ertragsniveau an und treibe zugleich die organisatorische und digitale Transformation voran. Der Prozess steht im Zusammenhang mit dem Strategieprozess „Zielbild 2028“. Bereits im Wirtschaftsplan 2026 hatte der RBB festgehalten, dass neben der Sicherung der Zahlungsfähigkeit zusätzliche Mittel für die digitale Erneuerung und das Programm nötig sind.
Warum das auch für Zuschauer wichtig ist
- Mehr Geld für Programm und Technik: Ab 2028 sollen jährlich 22 Millionen Euro aus der Konsolidierung zur Verfügung stehen.
- Digitale Angebote im Fokus: Ein Teil der Mittel soll in die digitale Transformation von Programm, Produktion und Technik fließen.
- Weniger Personal, neue Strukturen: Rund 170 Stellen hat der Sender abgebaut und die Führungsebenen neu organisiert.
- Veränderungen beim RBB gehen weiter: Bis Ende Oktober sollen weitere organisatorische Strukturen und Führungsrollen festgelegt werden.
- Programm soll von Einsparungen profitieren: Nach Angaben des Senders wurde die Konsolidierung vor allem über Personalkosten und nicht über eine Reduzierung des Programms umgesetzt.
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- 190126 RBB Personal: rbb / Fridolin Freudenfett