35 Grad beim Reload-Festival: Fans drängen sich um Sprinkleranlagen
Stand: 14.08.2026, 19:30 Uhr
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Das Reload-Festival in Sulingen wird bei extremen Temperaturen zur schweißtreibenden Angelegenheit. Die Organisatoren haben zwar Schattenspender und Sprinkleranlagen aufgestellt, doch die Besucher fordern mehr Abkühlungsstationen.
Sulingen – Ob es das bisher heißeste Reload-Festival der Geschichte ist? Schwer zu sagen, wer hat schon Lust akribisch Temperaturen zu notieren, während die Ohren von Metalklängen geflutet werden? Fakt ist aber: Das Reload 2026 ist eine extrem schweißtreibende Angelegenheit. Und die Fans ächzen bei Temperaturen im Bereich von 35, 36 Grad.

„Es ist so hart bei dem Wetter. Hier ist einfach zu wenig Schatten“, sagt Karina aus Hamburg, die aber ihren eigenen Weg gefunden hat, mit der Sonne umzugehen: Regenschirm und Eis – so geht‘s dann doch irgendwie.
Die Reload-Organisatoren hatten im Vorfeld schon ein paar Maßnahmen ergriffen, um den Festivalbesuchern das hochsommerliche Wetter einigermaßen erträglich zu machen. So ist im Infield die Mitnahme von „Knirpsen“, den kleinen Regenschirmen erlaubt – allerdings nicht direkt vor der Bühne. Das könnte Schrammen und Schlimmeres geben. Außerdem sind Zelte als Schattenspender aufgestellt worden, es gibt Stellen mit kostenlosem Trinkwasser und mancherorts am Rande des Infields sorgen kleine Sprinkleranlagen wenigstens für kurze Abkühlung.

Für Sarah, Anna, Heinke und Thies aus Bremen ist eine dieser Anlagen der Lieblingsplatz am Freitagmittag. Jedenfalls so lange, bis das Essen fertig ist. Eine „gute Idee“ sei diese Erfrischungsstation, meint Sarah, aber: „Es gibt zu wenige davon.“ Deshalb sind Mützen und Hüte – gerne auch klitschnass – hoch im Kurs bei den Metal-Fans, die auch bei dem Extremtemperaturen nicht darauf verzichten, beinahe ausschließlich Schwarz zu tragen.
Wer bis Einbruch der Dunkelheit im Infield unterwegs ist, verausgabt sich entweder in der prallen Sonne vor der Bühne und lässt sich von der schnellen Eingreiftruppe mit den Wasserschläuchen vor dem Kollaps retten oder drängt sich rund um die Stände in die sonnengeschützten Ecken. „Ohne Schatten gehst du einfach kaputt“, meint Sven aus Heilbronn.
Wenn zur Sonne auch noch ein Plüschkostüm kommt, wird‘s ganz heikel. Der arme Kerl, der als Reload-Maskottchen Leonidas über den Platz flaniert und im orangefarbenen Fell mit den Fans für Fotos posiert, schwitzt hoch zwei. Aber einfach mal den Kopf absetzen, um durchzuatmen, geht dann auch wieder nicht. Er muss unerkannt bleiben – Hitze hin oder her.