Ein Derbysieg, wie er zu erwarten war


Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Sport

Der KAC bleibt der Kärntner Derbykönig. Die Rotjacken besiegten den VSV im 364. Derby klar mit 6:1. Drei Premierentreffer.

Der KAC gewinnt das Kärntner Eishockeyderby gegen den VSV mit 6:1

© GEPA pictures

Der KAC gewinnt das Kärntner Eishockeyderby gegen den VSV mit 6:1

Herwig Gressel

Herwig Gressel

vor 46 Minuten

23. September 2026 um 20:00

Die neutralen Kärntner Eishockeyfans waren sich vor dem 364. Derby einig: Die einzige Chance des VSV besteht darin, möglichst lange die Null zu halten und mit Nadelstichen zum Erfolg zu kommen. Nach 40 gespielten Sekunden hätten sie fast Recht behalten: ein Break-away der Adler, Ryan Sproul kommt frei vor Florian Vorauer (er erhielt gegenüber Sebastian Dahm den Vorzug) zum Abschluss, doch der KAC-Keeper parierte.

Nach 145 Sekunden war – Copyright WAC-Trainer Thomas Silberberger – „der Plan aber schon im Kübel“. Neo-Stürmer Tobias Sablattnig, das Schweizer Taschenmesser im Team von Kirk Furey, zog von rechts ins Angriffsdrittel, spielte zur Mitte – und unter Sproul kullerte die Scheibe ins Gehäuse 1:0 (3.). Der VSV blieb bemüht, der KAC blieb effizient, spielte nach dem Motto: „Bringts die Haut vors Tor.“ David Waschnig folgte der Devise, schoss von links fast auf Höhe der Torlinie – und überraschte VSV-Keeper Joe Cannata (2:0, 8.). Der 19-Jährige durfte sein erstes Derbytor bejubeln: „Wir haben probiert, mit sehr giftigem Eishockey unter die Haut zu kommen, das ist uns sehr gut gelungen.“

Das Derby hielt durchaus, was sich die Fans erwarten durften: viele kleine Fights, viele 1:1-Szenen, einige Hits, einige Strafen. Eine solche führte auch zum 3:0. Im Powerplay (Scott Walford saß in der Kühlbox) legte Simeon Schwinger von links quer zur Mitte. Dort stand Nick Petersen frei, hatte sogar noch Zeit , um voll durchzuziehen (15.).

1 / 10

© GEPA pictures

Der VSV hatte im ersten Drittel seine Möglichkeiten, im Mittelabschnitt nutzte er dann erstmals eine. 1:20 waren gespielt, als die Villacher schnell konterten und Julian Metzler alleine gegen Vorauer abschloss. Die Antwort des KAC ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einem Angriff über die rechte Seite spielte Raphael Herburger vors Tor auf Thomas Hunderpfund, der aus kurzer Distanz abschloss. Mitte des zweiten Abschnitts nutzte der VSV eine 5:3- und eine 5:4-Überlegenheit nicht - im Gegenteil: Travis St. Denis luchste kurz vor Ende der Strafe John Hughes die Scheibe an der blauen Linie ab und traf in Penalty-Manier gegen Cannata zum 5:1. Wie für Metzler war es auch für St. Denis der erste Derbytreffer. Den Schlusspunkt setzte drei Sekunden vor Ende wieder Sablattnig.

Der Liveticker zum Nachlesen

4