80 Kinder bauen auf Lüdersbusch Hüttenstadt aus 17 Bund Lärchenholz


Stand: 17.07.2026, 06:30 Uhr

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Die Hüttenstadt auf Lüdersbusch errichteten in diesem Jahr 80 Kinder mit Unterstützung von 30 Betreuern.

Die Hüttenstadt auf Lüdersbusch errichteten in diesem Jahr 80 Kinder mit Unterstützung von 30 Betreuern. © Edgar Haab

In Diepholz haben 80 Kinder eine Woche lang ihre eigenen Hütten auf Lüdersbusch gebaut. Höhepunkt ist die gemeinsame Übernachtung mit Lagerfeuer und erstmals einem Freiluftkino.

Diepholz – Hämmern, Sägen und jede Menge Fantasie: Auf Lüdersbusch ist in dieser Woche wieder eine kleine Stadt aus Holz entstanden. Im Rahmen der Diepholzer Sommerferien-Aktionen bauten rund 80 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ihre eigenen Hütten – unterstützt von einem rund 30-köpfigen Team ehrenamtlicher Betreuer.

Von Montag bis Mittwoch steht traditionell der Bau der Hütten im Mittelpunkt. Verarbeitet wurden in diesem Jahr rund 17 Bund Schwartenholz aus Lärche, das aus einem Sägewerk in Sudwalde stammt. Finanziert werden konnte das Material unter anderem durch eine Spende in Höhe von 2.500 Euro aus den Erlösen des Sozialkaufhauses „Dies & Das“. Sobald die ersten Hütten stehen, entstehen Möbel, Vorgärten oder andere kreative Anbauten – der Fantasie der Kinder sind kaum Grenzen gesetzt.

„Wir haben 80 Kinder hier und 30 Betreuer, die das alles ehrenamtlich machen“, betont Hüttenstadt-Chef Danilo Sodogé. Besonders wichtig sei ihm, das Engagement der Helfer hervorzuheben. Viele von ihnen nehmen eigens Urlaub, um die Ferienaktion begleiten zu können. Zum Team gehören langjährige Ehrenamtliche ebenso wie junge Nachwuchsbetreuer, ehemalige Teilnehmer, Eltern sowie auch drei Auszubildende der Diepholzer Stadtverwaltung.

Das ehrenamtliche Betreuerteam ist dankbar für die Koopertion mit dem Schützenkorps Diepholz auf Lüdersbusch.

Das ehrenamtliche Betreuerteam ist dankbar für die Kooperation mit dem Schützenkorps Diepholz auf Lüdersbusch. © Edgar Haab

Sodogé selbst begleitet die Hüttenstadt bereits seit 23 Jahren. Das Erfolgsrezept sieht er vor allem in einem eingespielten Team und einer Veranstaltung, die sich über Jahrzehnte stetig weiterentwickelt hat. Mittlerweile findet die Hüttenstadt bereits zum 38. Mal statt.

Nach den Bautagen beginnt das eigentliche Leben in der kleinen Holzstadt. Auf die Kinder warten Spiele, kreative Angebote und gemeinschaftliche Aktionen. Höhepunkt der Woche ist traditionell der Donnerstagabend mit Lagerfeuer, Kinderdisco, Talentshow, Nachtwanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sowie einer gemeinsamen Übernachtung auf dem Gelände. Erstmals verwandelt sich dabei auch eine weiße Wand mithilfe der Mediothek in ein Freiluftkino.

Großen Wert legen die Organisatoren auf Sicherheit. Die Dächer der Hütten werden ausschließlich von den Betreuern mit größeren Nägeln verstärkt und erst freigegeben, wenn ihre Stabilität geprüft wurde. Auch Sonnenschutz, regelmäßige Trinkpausen und der bei den Kindern beliebte „Hüttentee“ gehören zum Konzept. Für besonders heiße Tage steht ein Rasensprenger bereit.

Partner und Sponsoren unterstützen das Angebot

Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Partnern und Sponsoren. Die Ratsstuben Event GmbH aus Rehden übernimmt in diesem Jahr erstmals das Catering für die ehrenamtlichen Betreuer. Die Speisen werden täglich frisch zubereitet und direkt zum Veranstaltungsort geliefert. Bürgermeister Florian Marré bedankte sich vor Ort für dieses Engagement.

Weitere Unterstützung kommt unter anderem von Jörg Schmidt (Diebau), der eine große Feuerschale für das Lagerfeuer zur Verfügung gestellt hat und die Organisatoren auch bei Transportarbeiten unterstützt. Ebenso der Diepholzer Bauhof. Auch das Diepholzer Schützenkorps beteiligt sich erneut am Programm und bietet den Kindern einen Einblick in den Schießsport.

Bürgermeister lobt vor allem den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen

Bei seinem Besuch auf dem Gelände lobte Bürgermeister Florian Marré vor allem den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen. „Ohne die Ehrenamtlichen würde es das alles gar nicht geben“, sagte er vor den Kindern. Die Helfer übernahmen Verantwortung, investierten ihre Freizeit und sorgten dafür, dass die jüngsten Bürger der Stadt ein besonderes Ferienangebot erleben konnten. Für Marré gehört die Hüttenstadt seit Jahren zu den Höhepunkten des Diepholzer Ferienprogramms.

Dass die Veranstaltung seit fast vier Jahrzehnten Generationen von Kindern begeistert, zeigt sich auch im Betreuerteam: Viele ehemalige Teilnehmer kehren Jahre später als Helfer zurück und geben ihre eigenen Erinnerungen und Erfahrungen an die nächste Generation weiter. Genau dieser Zusammenhalt macht die Hüttenstadt auf Lüdersbusch jedes Jahr aufs Neue zu einem besonderen Erlebnis.