St. Pauli will sich an Essen nicht verschlucken
FC St. Pauli
„Aber was ich gehört habe“: So denkt der FC St. Pauli über Pokalgegner Essen
In der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde muss St. Pauli am Sonntag in Essen ran – ein Duell, dass es seit über 20 Jahren nicht mehr gegeben hat. Der Kiezklub weiß, dass es schwer wird, gibt sich aber selbstbewusst.
Es hat nicht viel gefehlt, und das Duell hätte es schon vor knapp zwei Wochen gegeben. In einer dramatischen Relegation war RW Essen bekanntlich an der SpVgg Greuther Fürth gescheitert, hatte so den Aufstieg in die 2. Liga verpasst. Fürth war am ersten Spieltag am Millerntor zu Gast (1:1), mit RWE kreuzt der FC St. Pauli nun am Sonntag die Klingen. Wenn auch „nur“ in der ersten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs.
Während Routinier Branimir Hrgota, im Sommer vom Kleeblatt an die Elbe gewechselt, vermutlich einiges an Informationen über den Gegner beitragen kann, ist er für das Gros der Hamburger Profis ein unbeschriebenes Blatt. Das letzte Pflichtspiel beider Klubs ist bereits mehr als zwei Dekaden her, im Mai 2006 traf man sich noch in der 3. Liga. Sam Klein war gerade mal zwei Jahre jung, als der Kiezklub unter Coach Andreas Bergmann mit 0:2 an der Hafenstraße unterlag.
Bei St. Pauli weiß man um die Höhe der Pokalhürde RWE
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„Ich weiß nicht allzu viel über Essen“, räumte Klein dann auch freimütig ein. „Aber was ich gehört habe: Sie sind eine starke Mannschaft in der dritten Liga und wären dieses Jahr fast in die zweite Liga aufgestiegen.“ Entsprechend sei klar, „dass sie ein harter Gegner sein werden“. Dennoch: „Ich weiß, dass wir hinfahren und gewinnen, eine Runde weiterkommen wollen.“ Es werde sicher eine anspruchsvolle Partie, „aber wir sind auch zuversichtlich“.
Das trifft auch und vor allem auf den Australier zu, der am vergangenen Freitag sein Pflichtspiel-Debüt für St. Pauli gegeben hatte. Fünf Minuten plus Nachspielzeit hatte er beim 2:2 in Kiel auf dem Platz gestanden, und mehr als eine Joker-Rolle wird auch am Sonntag kaum auf den physisch starken Blondschopf warten. „Ich weiß, dass wir einen sehr guten Kader haben“, sagte er. „Und ehrlich gesagt ist es für mich persönlich großartig, in einer guten Mannschaft zu sein und gute Spieler um mich herum zu haben, von denen ich lernen kann.“
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Startelf-Chance für St. Paulis Sam Klein? „Das wird schon noch kommen!"
Was aber nichts an seinen Ambitionen auf lange Sicht ändert. „Ich möchte so viel wie möglich spielen“, unterstrich der Mittelfeldakteur, um einzuschränken: „Aber das will ja jeder Spieler.“ Er setze einfach darauf, Chancen zu erhalten, sich zeigen zu dürfen. Generell natürlich gern schon in Essen, aber unter Druck setzt sich der Neuzugang nicht: „Das wird schon noch kommen!“