Abkühlung statt Partyalarm im Eschweger Freibad


Stand: 09.08.2026, 16:05 Uhr

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Freuen sich über die entspannte Abkühlung im Freibad: Oliver aus Berlin und Julia aus Dresden sind zum ersten Mal beim Open Flair dabei.

Freuen sich über die entspannte Abkühlung im Freibad: Oliver aus Berlin und Julia aus Dresden sind zum ersten Mal beim Open Flair dabei. © Maren Schimkowiak

Manche Festivalbesucher wünschen sich während des Open Flairs mehr Action im Eschweger Schwimmbad.

Eschwege – Das Eschweger Espada Freizeitbad wird während des Festivals besonders am Vormittag gern besucht. Viele Familien schätzen die ruhigere Atmosphäre. Unter dem Hashtag #schadaespada erinnern andere Gäste dagegen an frühere Zeiten.

Eine Dusche, ein paar Bahnen im Wasser und eine Pause vom Campingplatz: Auch in diesem Jahr nutzen zahlreiche Open-Flair-Besucher das Espada zur Abkühlung. Besonders am Vormittag und bis in den frühen Nachmittag sei das Freibad gut besucht, berichten Schwimmmeister Oliver Degenhardt und Ivonne Schabacker vom espada. Danach ziehe es die meisten Gäste zu den Konzerten auf das Festivalgelände.

Neben den Festivalcampern besuchen auch viele Familien das Bad. Entsprechend gehe es dort inzwischen ruhiger zu als zu Zeiten, in denen das Espada während des Flair-Wochenendes noch als zusätzliche Partyzone galt.

Auch Oliver aus Berlin und Julia aus Dresden, die zum ersten Mal beim Open Flair dabei sind, genießen die Pause im Wasser. Besonders gut gefällt dem jungen Paar das Konzept eines Festivals, das nicht nur auf einem abgeschlossenen Gelände stattfindet, sondern in der gesamten Stadt spürbar ist. Dass es rund um das Open Flair zudem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten gibt, empfinden beide als großen Pluspunkt. Das Freibad sei eine „coole Alternative“, um sich vom Trubel auf dem Camping- und Festivalplatz zu erholen.

Ganz ohne Kritik bleibt das heutige Angebot jedoch nicht. Unter dem Hashtag #schadaespada macht ein Plakat auf die Veränderungen der vergangenen Jahre aufmerksam. Darauf erinnern die Verfasser an Zeiten, in denen Musik, Bier und ausgelassene Stimmung zum Flair-Wochenende im Schwimmbad gehörten.

Heute kritisieren sie unter anderem das Alkoholverbot, Taschenkontrollen und den Sicherheitsdienst. Viele Festivalgäste würden deshalb inzwischen lieber zum Werratalsee gehen.

Der See ist derzeit allerdings nur eingeschränkt eine Alternative: Wegen der Blaualgen wird vom Baden aktuell abgeraten. Ein Badeverbot besteht zwar nicht, wer dennoch ins Wasser geht, tut dies jedoch auf eigene Gefahr.

Degenhardt und Schabacker können nachvollziehen, dass langjährige Besucher die frühere Atmosphäre vermissen. Die heutigen Regeln seien jedoch notwendig, um einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten und zugleich den Bedürfnissen von Familien und anderen Badegästen gerecht zu werden. Damit ist das Espada heute weniger eine zusätzliche Festivalparty als vielmehr ein Ort zum Schwimmen, Erholen und Krafttanken – bevor es am Nachmittag zurück zum Flair geht. (Maren Schimkowiak)