Abwasser aus Wippershain darf Hauneck „passieren“
Stand: 03.09.2026, 18:00 Uhr

Die Haunecker Gemeindevertreter haben der Abwasser-Vereinbarung mit Schenklengsfeld zugestimmt. Klaus Fetten wurde zum Ehrenbeigeordneten ernannt.
Oberhaun – Gut Ding will Weile haben, heißt es so schön. Einstimmig bei einer Enthaltung aus der SPD-Fraktion haben die Haunecker Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Oberhaun der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Gemeinde Schenklengsfeld zugestimmt, das Abwasser aus deren Ortsteil Wippershain durch Haunecker Gemeindegebiet zur Kläranlage in Bad Hersfeld zu leiten.
Ein entsprechender Grundsatzbeschluss war bereits 2017 gefasst worden, wie auch Angelika Kappe (SPD) als Sprecherin des Haupt- und Finanzausschusses noch einmal rückblickend betonte. Man wolle das Ansinnen Schenklengsfeld unterstützen und es gelte, die Durchleitung des Abwassers nun „endlich auf den zu Weg bringen“. Der Ausschuss stand dem Beschluss ebenfalls positiv gegenüber und hatte den Gemeindevertretern die Zustimmung empfohlen.
Ähnlich formulierte es der Erste Beigeordnete Hartmut Nuhn, der am Dienstag den krankheitsbedingt abwesenden Bürgermeister vertrat: „Machen wir den Deckel drauf.“ Nuhn wunderte sich indes, dass aus Schenklengsfeld niemand anwesend war.
Das der Vereinbarung zugrunde liegende umfangreiche Vertragswerk war allen Gemeindevertretern in einer interfraktionellen Sitzung kürzlich noch einmal ausführlich vorgestellt und erläutert worden. An der Erstellung des Entwurfs beteiligt waren das Kommunalberatungsbüro Allevo, die Kommunalaufsicht des Landkreises sowie der Hessische Städte- und Gemeindebund.
Umgeleitet werden kann das Abwasser theoretisch und praktisch ab sofort, die dafür notwendige Infrastruktur ist bereits vorhanden. Es steht nun jedoch noch der entsprechende Beschluss der Schenklengsfelder Gemeindevertreter aus.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurden am Dienstagabend die Ehrungen und Auszeichnungen insgesamt 14 Ehrenamtlicher, die sich über viele Jahre zum Wohle der Gemeinde engagiert haben, sodass die entsprechenden Urkunden im Anschluss auch direkt überreicht wurden.
Allen voran der jüngst nach der Kommunalwahl aus dem Gemeindevorstand ausgeschiedene Klaus Fetten (FWG): Fetten wurde nicht nur für seine über 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit geehrt, ihm wurde außerdem noch die Ehrenbezeichnung „Ehrenbeigeordneter“ verliehen.
Auf 40 Jahre kommt Gudrun Strube, die bei der persönlichen Ehrung allerdings nicht dabei sein konnte. Seit 30 Jahren dabei ist Hartmut Nuhn. Seit 25 Jahre engagieren sich Michael Bachmann und Kurt Modenbach. Jeweils 20 Jahre sind es bei Jörg Bolender, Wilhelm Glebe, Carstens Manns, Thomas Möckl, Marcel Nieding, Horst Reinhard und Peter Weiß.
Anke Kraft und Arno Seegebarth wurden für jeweils 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.
Eine offizielle Ehrung nach der Hessischen Gemeindeordnung ist erst nach mindestens 20 Jahren möglich. Martha Nuhn aus der FWG-Fraktion regte deshalb an, für die Zukunft eine eigene Ehrensatzung für die Gemeinde auf den Weg zu bringen, um Ehrungen freier vergeben zu können, sowohl was die Dauer betrifft als auch die Art des Engagements. Sie stieß damit bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung. „Man muss froh sein über jeden, der sich heute noch ehrenamtlich engagiert“, begründete Nuhn den Vorschlag.