Jetzt könnte sich alles drehen: Aktuelle Wettermodelle sprechen eindeutige Sprache


Aktuelle Bauernregel lässt keinen Zweifel – Wettermodelle sprechen eindeutige Sprache

Stand: 14.10.2026, 13:06 Uhr

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Noch ist es warm mit über 20 Grad, doch eine Bauernregel schlägt Alarm. Die neuesten Wetterkarten geben ihr plötzlich recht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Viele genießen gerade noch einmal Sonne pur und die nachmittäglichen Temperaturen über 20 Grad. Doch damit könnte schon bald Schluss sein. Am Freitag ist Gallustag, und eine der bekanntesten Bauernregeln Deutschlands lässt keinen Zweifel: „St. Gallen lässt den Schnee fallen.“ Über Generationen galt der 16. Oktober als Stichtag, ab dem jederzeit mit dem ersten Winterwetter gerechnet werden muss. Bisher klang das in diesem goldenen Oktober eher nach Märchenstunde. Doch die neuesten Berechnungen der Wettermodelle sprechen eine ganz andere Sprache.

Die Temperaturanomalie in rund 1500 m Höhe.

Pünktlich mit dem Gallustag kommen tatsächlich deutlich kältere Höhenluftmassen aus Nordwesten in Deutschland an. © METEORED/www.daswetter.com

Uralte Regel kündigt den Winter an: Eiskalte Nordluft stürzt auf Deutschland

Schon am Gallustag selbst zeigt der Herbst seine Zähne. Dichter Nebel legt sich über viele Regionen, in klaren Nächten droht der erste Bodenfrost. Am Wochenende passiert dann das, wovor die alte Regel warnt: Ein mächtiges Hoch über dem Nordatlantik schaufelt kalte Luft aus Skandinavien direkt zu uns. Der Wind dreht auf Nord, und die Temperaturen rauschen in den Keller. Statt 22 Grad sind dann vielerorts nur noch 10 bis 12 Grad drin, unter zähem Nebel bleibt es sogar einstellig. Ein Absturz um rund 10 Grad innerhalb weniger Tage, das spürt jeder.

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Erster Schnee rückt immer näher

Besonders heikel wird es in den Bergen. Die kalte Nordluft staut sich an den Alpen, oberhalb von etwa 1500 Metern kann es schon bald weiß werden. Wanderer sollten ihre Touren jetzt genau planen, denn verschneite Wege werden schnell zur Falle. Und danach geht es weiter bergab: Zum Monatsende spielen erste Wetterkarten sogar mit einem Vorstoß polarer Kaltluft. Dann wären auch auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge die ersten Flocken möglich. Noch ist vieles offen, doch eines steht fest: Der goldene Oktober liegt in den letzten Zügen. Wer die Wärme noch genießen will, sollte keine Zeit verlieren.