Zweiter Erfolg in Serie: Alemannia Aachen siegt auch beim VfB


Die Aachener Spieler bejubeln das 1:0 beim VfB Stuttgart II.

Zweiter Erfolg in Serie Alemannia Aachen siegt auch beim VfB

Stand: 24.10.2026 • 18:26 Uhr

Alemannia Aachen hat nach dem 2:0 über Rostock seine gute Form bestätigt und einen Auswärtssieg beim VfB Stuttgart II eingefahren.

Von Thorsten Rosenberg

Die Alemannia gewann am späten Samstagnachmittag mit 2:1 (1:0) und verdiente sich den Sieg vor allem durch eine überlegen geführte erste Halbzeit. Durch den Erfolg springen die Schwarz-Gelben vorübergehend auf Platz fünf der Drittligatabelle und liegen vier Zähler hinter dem Relegationsplatz.

Aachens Kapitän Danilo Wiebe hatte Alemannia nach zwölf Minuten in Front gebracht. Oliver Rölke erzielte für den stürmisch aus der Kabine gekommenen VfB den Ausgleich (48.). Nur vier Minuten später sorgte Petros Bagalianis für die erneute Gästeführung und gleichzeitig für den Endstand.

Beide Teams waren mit je 14 Zählern auf der Habenseite in die Partie gegangen. Und beide Teams zeigten im bisherigen Saisonverlauf zwei verschiedene Gesichter. Die Schwaben verbuchten jedoch zuletzt drei Partien in Folge ohne Niederlage, während die Alemannia am vergangenen Spieltag mit einem 2:0 gegen Hansa Rostock zu gefallen wusste.

Eckball nach Funk-Parade führt zum 0:1

Und Aachen knüpfte auch im Stadion in Großaspach, wo die Partie stattfand, an das Rostock-Spiel an. Das Team von Trainer Mersad Selimbegović lief die Hausherren früh an und nutzte eine der ersten echten Chancen zur Führung.

Nachdem kurz zuvor VfB-Keeper Marius Funk mit einer starken Reaktion eine Direktabnahme von Mika Schroers entschärft hatte, sorgte die anschließende Ecke für das 1:0 der Gäste. Louis Köster hatte den Eckball auf den zweiten Pfosten verlängert, wo Kapitän Danilo Wiebe den Ball volley mit Wucht im linken Eck unterbrachte (12.).

VfB-Torwart verhindert höheren Rückstand

Glück hatte der VfB, als Luca Jasquez im Mittelfeld als letzter Mann die Hand zur Hilfe nahm und dabei einen Platzverweis riskierte, doch die Pfeife von Schiedsrichter Sebastian Hilsberg blieb stumm (25.).

Die Gäste standen in der Folge in der Defensive gut, selbst als die Stuttgarter nach dem Rückstand etwas besser nach vorne agierten. Zwingende Chancen ließ die Alemannia jedoch nicht zu.

Stattdessen stand erneut VfB-Torwart Funk im Fokus, als er erst einen 20-Meter-Schuss von Wiebe parierte (27.). Nur zwei Minuten später war er erneut zur Stelle, als Wiebe den im Strafraum lauernden Schroers bediente. Der Stürmer zog nach einer schnellen Drehung ab, platzierte den Schuss aber zu zentral, so dass Funk den Ball mit einer starken Reaktion abwehren konnte.

Herwerth zielt zu hoch

Erneut war es Schroers der nach einem Fehler im Stuttgarter Aufbauspiel nach einem Köster-Pass frei vor Funk auftauchte, doch wiederum behielt der Keeper, der im Mai seine letzte Partie bestritten hatte (damals noch im Tor von Energie Cottbus), mit einer Glanztat die Oberhand (37.).

In der 40. Minute wurde es dann auch einmal vor dem Aachener Tor gefährlich, als VfB-Verteidiger Maximilian Herwerth nach einer Ecke von links mit einer Direktabnahme das lange Eck anvisierte, jedoch den Ball über das Tor beförderte.

Furioses Stuttgart nach Wiederanpfiff

Die völlig verdiente Pausenführung der Aachener währte nach Wiederanpfiff zum Entsetzen der zahlreich mitgereisten Alemannia-Fans nur kurz. Über Jarzinho Malanga und Joyeux Massanka Bungi landete der Ball bei Oliver Rölke, der aus zwei Metern keine Probleme hatte, zum Ausgleich einzunetzen (48.).

Drei Minuten später hätten die jungen Wilden des VfB die Partie fast gedreht, als Enis Redzepi in den Strafraum eindrang, sich gegen mehrere Abwehrspieler irgendwie durchwurschtelte und nur von Torwart Manuel Riemann gestoppt werden konnte, der den Schuss des jungen Stürmers abwehrte.

Bagalianis-Tor bremst VfB-Sturmwirbel

Eine Ecke verhalf Aachen wieder zurück. Der an den zweiten Pfosten heraneilende Köster verpasste zwar den Ball, doch Petros Bagalianis berührte die Kugel hauchdünn aber entscheidend und beförderte sie ins VfB-Tor zur erneuten Aachener Führung (52.).

Die Stuttgarter Sturm- und Drang-Phase war damit gebremst. Dennoch agierten die Hausherren nach der Einwechslung von Mittelfeldmann Nicolás Sessa jetzt deutlich strukturierter und konsequenter. War Aachen in Hälfte eins deutlich tonangebend, bewegte sich die Partie nun auf Augenhöhe.

Von der Hitz und Schroers verpassen 1:3

Nach den ersten furiosen Minuten nach Wiederanpfiff hatten sich beide Teams nach einer Stunde defensiv aufeinander eingestellt. Dennoch bot das Spiel hohen Unterhaltungswert, auch wenn sich echte Großchancen zunächst nicht ergaben.

In der 79. Minute dann fast das 1:3, doch der Schuss des von rechts in den Straraum stürmenden Justin von der Hitz wurde abermals von Funk fantastisch geklärt. Kurz darauf wurde ein Schroers-Schuss noch entscheidend von einem Stuttgarter Verteidiger abgelenkt, so dass er knapp über das VfB-Tor segelte (81.).

So blieb es beim knappen Sieg, den sich die Gäste aufgrund einer überlegenen ersten Hälfte und einer insgesamt starken käpferischen und reifen Leistung verdienten.

NRW-Duell am Sonntag

In der Liga geht es die Alemannia am Sonntag (01.11.2026) mit einem NRW-Duell weiter. Das Heimspiel gegen Preußen Münster (19.30 Uhr) beschließt den 12. Spieltag.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de "Audiostream VfB Stuttgart II gegen Alemannia Aachen", 24.10.2026, 16:30 Uhr