Amoklauf in Schongau: Schulleitung wendet sich an Eltern und dankt „mutigen“ Schülern


Stand: 20.07.2026, 21:00 Uhr

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Großeinsatz in Schongau: Die Polizei ist aktuell mit zahlreichen Kräften am Welfen-Gymnasium präsent. Zwei Mädchen wurden schwer verletzt. Bayerns Innenminister sprach von einem „schrecklichen Amoklauf“. Ein Jugendlicher wurde festgenommen.

Blick auf das Schulzentrum in Schongau. © Hans-Helmut Herold

Nach der Amoktat in Schongau gibt es eine gute Nachricht: Eine der beiden verletzten 13-jährigen Schülerinnen hat das Krankenhaus verlassen können. Die Schulleitung wendet sich mit einem Brief an die Eltern.

Schongau – Gute Nachricht nach der Gewalttat am Schongauer Welfen-Gymnasium: Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd auf Nachfrage der Heimatzeitung bestätigt, hat eines der beiden 13-jährigen Mädchen, die der Täter mit einem Messer schwer verletzt hatte, zwischenzeitlich das Krankenhaus verlassen können.

Während die Ermittlungen weitergehen, haben sich Schulleiter Alexander Pfaffendorf und sein Stellvertreter Christian Schloßnikel in einem Brief an die Eltern gewandt. In dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, blicken sie auf die Ereignisse zurück, die die Schulgemeinschaft tief erschüttert haben. „Unsere Gedanken sind bei den beiden verletzten Schülerinnen. Wir wünschen ihnen für den weiteren Heilungsprozess viel Kraft und eine baldige, vollständige Genesung.“

Dank an mutige Ersthelfer

Weiter heißt es: „Gleichzeitig möchten wir an dieser Stelle ein Zeichen des Dankes setzen: Wir sind beeindruckt von dem Zusammenhalt, den unsere Schülerschaft und unser Kollegium in dieser Ausnahmesituation bewiesen haben.“ Einige Schüler hätten „mutig, geistesgegenwärtig und hochverantwortungsbewusst gehandelt“ und Erste Hilfe geleistet.

Gemeinsam als Kollegium, Eltern und Schülerschaft arbeite man weiter intensiv an der Aufarbeitung des Geschehenen. Gleichzeitig sei es ihnen ein wichtiges Anliegen, den Blick wieder behutsam nach vorn zu richten. Man habe für die kommenden Wochen bewusst Projekte gewählt, die das soziale Miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und den gemeinsamen Dialog in den Mittelpunkt stellen. „Wir möchten den Kindern den Raum geben, wieder gemeinsam positive Erfahrungen zu sammeln.“