Analyse enthüllt: Frust im Weißen Haus über Trumps Iran-Dilemma


Stand: 27.07.2026, 13:20 Uhr

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Der Iran-Krieg setzt Trump unter Druck – im Weißen Haus wächst laut einer Analyse der Frust.

Washington – Donald Trump gerät im Iran-Krieg zunehmend unter Druck. Im Weißen Haus wächst laut einer Analyse der New York Times die Frustration, weil der US-Präsident keinen überzeugenden Weg aus dem Konflikt findet. Seine ursprünglichen Ziele seien nach fünf Monaten fast vollständig unerreicht. Zugleich scheue Donald Trump eine neue große Militäraktion.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Der Präsident hatte Ende Februar einen schnellen Erfolg angekündigt. Irans Atomprogramm sollte beendet und die Regierung in Teheran gestürzt werden. Doch weder militärischer Druck noch Sanktionen brachten bislang das gewünschte Ergebnis, wie die New York Times berichtet. Auch ein Waffenstillstand hielt nur zwei Wochen.

Analyse enthüllt: Frust im Weißen Haus über Trumps Iran-Dilemma

Der Iran-Krieg setzt Trump unter Druck – im Weißen Haus wächst laut einer Analyse der Frust. © © IMAGO / ZUMA Press / Archivbild

Trump stehen nach Darstellung der Zeitung drei Möglichkeiten offen: eine militärische Eskalation, ein schärferer wirtschaftlicher Druck oder der Rückzug mit einer Siegeserklärung. Jede Variante birgt erhebliche Risiken.

Drei Wege – keiner überzeugt

Eine neue Angriffswelle könnte nach Einschätzung von US-Beamten viele zivile Opfer fordern, heißt es in dem Zeitungsbericht. Schläge gegen Kraftwerke und Brücken könnten zudem die Versorgung im Iran schwer treffen. Das schreckt Trump offenbar ab.

Hinzu kommt ein militärisches Problem: Die Bestände wichtiger amerikanischer Abfangraketen seien stark gesunken. Das Washingtoner Forschungsinstitut CSIS hatte den Angaben zufolge bereits im April geschätzt, dass bei einigen Systemen etwa die Hälfte der Vorräte verbraucht sein könnte.

Auch Sanktionen wirken nur langsam. Trump hatte schon 2018 einen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Iran vorhergesagt. Acht Jahre später besteht das politische System weiter. Eine dauerhafte Blockade und wiederkehrende Gefechte würden zudem eine teure amerikanische Militärpräsenz verlangen.

Ölpreise setzen Trump zusätzlich unter Druck

Der Krieg belastet nach Angaben der Zeitung auch die Weltwirtschaft. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus läuft nur eingeschränkt. Gleichzeitig bedroht ein zweiter Engpass zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden wichtige Handelsrouten. Steigende Ölpreise drücken auf die Börsen.

Wachsender Druck im politischen Umfeld

Politisch wächst der Druck. Nur 29 Prozent der Befragten billigten laut einer Umfrage der Washington Post und des Instituts Ipsos Trumps Umgang mit dem Krieg. Auch unter seinen Verbündeten wächst der Wunsch nach einem Ende. Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, forderte zuletzt, der Konflikt müsse abgeschlossen werden.

Frust führt zu sprunghaften Entscheidungen

Mitarbeiter beschreiben Trump laut New York Times als tief frustriert und unberechenbarer als zuvor. Die Zeitung verweist auf mehrere abrupte Kurswechsel. So unterzeichnete sein Energieminister ein lange ausgehandeltes Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien. Weniger als 24 Stunden später stellte Trump die Vereinbarung infrage.

Ein Rückzug wäre jedoch ebenfalls heikel. Das iranische Atommaterial könnte weiter unter Trümmern verborgen bleiben. Iran könnte zudem die Straße von Hormus faktisch kontrollieren. Trump müsste dann einen Krieg beenden, ohne das Problem gelöst zu haben, das den Angriff ausgelöst hatte. Quellen: New York Times, Washington Post, Ipsos, nif/red.