Apple könnte der Kauf chinesischer Speicherchips untersagt werden
Wegen der weltweiten Knappheit an Speicherchips sucht Apple nach neuen Lieferanten in China. US-Politiker fordern nun die Regierung auf, den Kauf von Bauteilen der Hersteller CXMT und YMTC aus Gründen der nationalen Sicherheit strikt zu verbieten.
Apple sucht neue Chip-Lieferanten
Apple bemüht sich angesichts einer weltweiten Knappheit an Speicherbausteinen um Genehmigungen, Komponenten von chinesischen Herstellern zu beziehen. Die hohe Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz führt zu einem Mangel an DRAM-Speicherchips. Um Engpässe bei der Produktion zu vermeiden und Kosten zu begrenzen, sucht Apple nach weiteren Lieferanten.
US-Politiker fordern nun aber die Regierung unter Präsident Donald Trump auf, solche Geschäfte zu unterbinden. Sie befürchten, dass der Kauf von Hardware bei Firmen wie ChangXin Memory Technologies (CXMT) die nationale Sicherheit der USA gefährden könnte. US-Abgeordnete wie John Moolenaar warnen, amerikanische Technologieunternehmen könnten durch entsprechende Aufträge indirekt die militärische Entwicklung Chinas unterstützen.
Warnung vor Abhängigkeit
Wie die Financial Times berichtet, setzt sich Apple dafür ein, eine Erlaubnis für den Handel mit CXMT zu erhalten. Das Unternehmen steht auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums für Firmen mit militärischen Verbindungen, ein ausdrückliches Handelsverbot für US-Konzerne gilt derzeit jedoch nicht.
Die Politiker drängen darauf, CXMT auf die schwarze Liste des Handelsministeriums zu setzen. Neben dem auf DRAM spezialisierten CXMT steht auch der NAND-Produzent Yangtze Memory Technologies (YMTC) im Fokus. Beide Firmen wurden mit staatlicher Unterstützung aufgebaut, um Chinas Abhängigkeit von westlichen Zulieferern zu verringern.
Folgen für den Weltmarkt
Der Markt für Speicherbausteine wird bislang von Unternehmen wie Micron, Samsung und SK Hynix dominiert. Diese investieren Milliardenbeträge in neue Fabriken. Dennoch können die Hersteller den Bedarf an Speicherchips für Rechenzentren und andere Anwendungen derzeit kaum decken, was die Preise steigen lässt.
Eine Zusammenarbeit mit chinesischen Zulieferern könnte Apple helfen, Produktionskosten zu senken und Lieferketten zu stabilisieren. Kritiker warnen zugleich vor einer stärkeren Abhängigkeit von Anbietern aus China und möglichen Nachteilen für westliche Produzenten. Die US-Regierung muss wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Risiken abwägen.
Sollte die Politik in die Lieferketten von Tech-Konzernen eingreifen oder den freien Markt walten lassen? Teilt eure Gedanken zu dem Thema gerne in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Apple will wegen der DRAM-Knappheit Speicherchips aus China beziehen
- US-Politiker fordern, Geschäfte mit chinesischen Firmen zu verbieten
- Apple bemüht sich um eine Handelserlaubnis mit dem Hersteller CXMT
- Abgeordnete warnen vor Risiken für die nationale Sicherheit der USA
- Der Markt für Speicherchips wird bislang von wenigen Riesen dominiert
- Chinesische Zulieferer könnten Apples Produktionskosten deutlich senken
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