Apple-Quartalszahlen: Nächste Preissteigerung bei mehr Gewinn anvisiert
Apple bereitet sich auf die nächste Preissteigerung vor, während das Unternehmen gleichzeitig Rekordumsätze erzielte und höhere Gewinne verbuchte. Dabei fielen Apples Aussagen im Conference Call zu Themen wie Speicherpreisen hochdramatisch aus, die eigene Preisgestaltung der letzten Dekade war es selbstredend nicht.
Als „die hundertjährige Flut“ bezeichnete Apples scheidender CEO Tim Cook die Preise im Speichermarkt. Nachdem das Unternehmen mehr als ein Jahrzehnt nur wenige Cents pro Gigabyte für Speicher bezahlt hat, steigen nun die Preise auch für Apple rasant und werden diesen Kurs wohl auch fortsetzen. Und so ist die nächste Preissteigerung bei Apple-Produkten nur eine Frage der Zeit, sie wird wahrscheinlich aber kommen. Cook erklärte gestern noch diplomatisch, man halte sich alle Optionen offen.
Cook schoss dabei erneut scharf gegen die drei Speicherhersteller Micron, SK Hynix und Samsung und wünschte sich doch, dass es mehr Firmen wären.
Apple wird seit einigen Wochen wieder in Verbindung mit CXMT gebracht, dem größten chinesischen Speicherhersteller. Doch mittlerweile sind auch deren Preise alles andere als günstig, nach dem überaus erfolgreichen Börsengang in dieser Woche dürften sie das auch kaum mehr werden.
Apples Sicht auf die aktuelle Situation ist glasklar. Rückwirkend betrachtet hat Apple jedoch mehr als ein Jahrzehnt lang mit Speicher wohl über 90 Prozent Marge eingefahren – und damit mehr als die Speicherhersteller heute selbst. Das haben zuletzt auch noch einmal Analysten zusammengefasst.
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Sehr gutes zweites Quartal mit hohem Gewinn
Dass es Apple dabei weiterhin alles andere als schlecht geht, zeigt der Quartalsabschluss. Im dritten Quartal hat das Unternehmen nämlich einen höheren Umsatz und nochmals gesteigerten Gewinn im Jahresvergleich verbucht. 29,8 Milliarden US-Dollar Gewinn hat Apple im dritten Quartal gemacht, den Umsatz um 16 Prozent auf 109,3 Milliarden US-Dollar geschraubt – ein überaus starkes drittes Quartal, getrieben durch iPhone (+22 Prozent), Mac (+29 Prozent) und Services (+12 Prozent). Die iPad-Sparte war im Jahresvergleich hingegen leicht rückläufig.
Apple: Umsätze und Gewinne seit Q1/2000
-1.000,027.951,256.902,485.853,6114.804,8143.756,0Millionen US-Dollar Q1/2000Q1/2001Q4/2001Q3/2002Q2/2003Q1/2004Q4/2004Q3/2005Q2/2006Q1/2007Q4/2007Q3/2008Q2/2009Q1/2010Q4/2010Q3/2011Q2/2012Q1/2013Q4/2013Q3/2014Q2/2015Q1/2016Q4/2016Q3/2017Q2/2018Q1/2019Q4/2019Q3/2020Q2/2021Q1/2022Q4/2022Q3/2023Q2/2024Q1/2025Q4/2025Q3/2026
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Umsatz (10-K)
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Nettogewinn (10-K)
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Umsatz (10-Q)
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Nettogewinn (10-Q)
Für das aktuelle Quartal erwartet Apple zwar erneut ein Umsatzwachstum, allerdings auch mehr Gegenwind aufgrund der schwierigen Versorgungslage mit Bauteilen, die sich auf iPhone und Mac auswirken soll. Gleichzeitig traut sich das Unternehmen deshalb nicht an eine Prognose für das vierte Quartal heran, was die Börse nicht gut aufnahm und die Aktie nachbörslich bis zu acht Prozent ins Minus schickte.
Apple – Umsatz nach Segment
018.00036.00054.00072.00090.000Millionen US-Dollar Q1/2002Q2/2003Q1/2004Q4/2004Q3/2005Q2/2006Q1/2007Q4/2007Q3/2008Q2/2009Q1/2010Q4/2010Q3/2011Q2/2012Q1/2013Q4/2013Q3/2014Q2/2015Q1/2016Q4/2016Q3/2017Q2/2018Q1/2019Q4/2019Q3/2020Q2/2021Q1/2022Q4/2022Q3/2023Q2/2024Q1/2025Q4/2025Q3/2026
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