Arbeitsmarkt-Politik der Saar-AfD: AfD-Saar fordert: Mehr Feldarbeiter, weniger Anwälte


Arbeitsmarkt-Politik der Saar-AfD AfD-Saar fordert: Mehr Feldarbeiter, weniger Anwälte

Saarbrücken · Junge Menschen sollten dazu bereit sein, „sich wieder die Hände schmutzig zu machen“, wenn es nach AfD-Fraktionschef Josef Dörr geht. Es mache ihn „krank“, sagt er, wenn es immer weniger Feldarbeiter und Handwerker aber mehr Anwälte im Saarland gebe.

14.09.2026 , 19:00 Uhr

 AfD-Fraktionschef Josef Dörr fordert junge Menschen auf, „sich wieder die Hände schmutzig zu machen“. Sie sollten lieber auf dem Feld oder in der Werkstatt arbeiten – statt im Büro.

AfD-Fraktionschef Josef Dörr fordert junge Menschen auf, „sich wieder die Hände schmutzig zu machen“. Sie sollten lieber auf dem Feld oder in der Werkstatt arbeiten – statt im Büro.

Foto: BeckerBredel

Vor dem Hintergrund der aktuellen Reformdebatten im Bund spricht sich der AfD-Fraktionsvorsitzende im Saar-Landtag, Josef Dörr, für grundlegende Reformen des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft aus. Um eine Aufbruchstimmung für die deutsche Wirtschaft zu generieren, brauche es „wieder junge Menschen, die bereit sind, sich die Hände schmutzig zu machen, etwas zu heben, zu tragen oder etwas zu bauen“, so Dörr am Montag vor Journalisten.

AfD Saarland: Josef Dörr fordert mehr Handwerk und körperliche Arbeit

Früher hätte man Menschen angesehen, dass sie arbeiteten, so der 88-jährige AfD-Fraktionschef: „Die Leute waren Bergleute, Schlosser oder Becker. Heute gibt es sehr viele Rechtsanwälte, Versicherungsvertreter oder Berater aller Art. Einen Wust von Leuten, wo man gar nicht sehen kann, was die eigentlich machen.“

Junge Menschen dürften heute nicht vorrangig Büro-Jobs anstreben, so Dörr. Diese Entwicklung sei ein völliger Umbau in Relation zu dem, was früher normal gewesen sei. „Wir müssen die Leute an einem Werk bauen lassen und nicht nur Berater oder Versicherungsvertreter sein“, meint Dörr.

Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:

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Nicht „nur Berater oder Versicherungsvertreter“ – AfD Saar kritisiert Büroberufe

„Wenn ich daran denke, werde ich ehrlich gesagt krank. Wenn ich die Leute frage, was arbeitest du, kommt kaum noch jemand, der sagt: Ich arbeite auf dem Feld oder in einer Werkstatt. Die haben alle irgendeinen Beruf, wo man sich fragt, was machen die denn eigentlich, was uns alle vorwärtsbringt“, führte Dörr in der Landespressekonferenz aus.

Man müsse „schnell anfangen“ das zu ändern, fordert der AfD-Fraktionschef. Wie er Menschen dazu bringen möchte, andere Berufe zu ergreifen, und was er damit konkret bezweckt, ließ Dörr offen. (oli)