Armin Coerper wird neuer Leiter des ZDF-Studios in New York - DWDL.de
Armin Coerper wird neuer Leiter des ZDF-Studios in New York. Er tritt damit im September die Nachfolge von Nicola Albrecht an, die vom ZDF im Februar abgezogen war, nachdem die Korrespondentin für das "heute-journal" von den Festnahmen der amerikanischen ICE-Behörde berichtet und dabei nicht nur eine aus einem völlig anderen Kontext stammende Szene, sondern auch eine KI-generierte Szene verwendet hatte.
Seit September 2023 leitete Armin Coerper das ZDF-Studio Moskau. Vor seiner Zeit als Redakteur bei "Frontal" (2016 bis 2023) leitete er zudem von 2011 bis 2016 das ZDF-Studio Warschau. Als Reporter in der Hauptredaktion Aktuelles berichtete er 2008 aus den USA über die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten. Dazu kommen Korrespondenteneinsätze in Tel Aviv, Kairo, Singapur, London, Paris, Wien und New York.
"Wir freuen uns, dass wir mit Armin Coerper einen hervorragenden Journalisten und eine erfahrene Führungskraft für das Studio New York gewonnen haben", sagte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten.
Neue Aufgabe für Albrecht
Eine neue Aufgabe gibt es inzwischen auch für Nicola Albrecht. Wie der öffentlich-rechtliche Sender mitteilte, wird Albrecht zum 1. September ins ZDF-Landesstudio Berlin wechseln und dort als Redakteurin und Reporterin für die verschiedenen Sendungsformate des ZDF tätig sein.
"Der Schaden, der durch die Missachtung journalistischer Regeln entstanden ist, ist groß", hatte ZDF-Chefredakteurin Schausten im Februar erklärt, nachdem die Verwendung der KI-generierten Bilder bekanntgeworden war. Der Sender war allerdings nicht nur wegen der Verwendung des KI-Materials in die Kritik geraten, sondern auch mit seinem fragwürdigen Umgang mit dem Fehler. Zunächst hatte es geheißen, dass die KI-Kennzeichnung durch einen technischen Fehler verloren gegangen - eine Aussage, die der Sender später korrigieren musste. ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek entschuldigte sich daraufhin im "heute-journal" und erklärte, der Beitrag hätte in dieser Form "nicht gesendet werden dürfen"