Bundesliga-Absteiger geht gegen Viertligist unter
Auch St. Pauli enttäuscht
Bundesliga-Absteiger geht gegen Viertligisten unter
Der DFB-Pokal-Sonntag startet mit einer faustdicken Überraschung: Heidenheim blamiert sich beim Regionalligisten Jeddeloh II. Michel Aebischer und Mauro Lustrinelli geben ihr Debüt für Union, Urs Fischer und Silvan Widmer schaffen mit Mainz beinahe ein Stängeli.
Publiziert: 17:27 Uhr
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Aktualisiert: 20:04 Uhr
Jeddeloh II – 1. FC Heidenheim 5:2
Die erste Sensation des DFB-Pokals spielt sich zwischen Jeddeloh II und Heidenheim ab. Der Klub aus der Regionalliga Nord (4. Liga) demütigt den Absteiger aus der 1. Bundesliga mit 5:2. Bereits nach 30 Minuten führt der krasse Aussenseiter mit 3:1, obwohl der Favorit in der 12. Minute zunächst in Führung geht.
Auch ein Elfmeter in der 58. Minute hilft Heidenheim nicht, noch einmal heranzukommen. Budu Zivzivadze tritt den Strafstoss kläglich. Jeddeloh-Keeper Moritz Onken kann den Ball sogar festhalten.
Nach einem Doppelschlag in der 70. und 72. Minute gibt es dann keine Zweifel mehr an der Sensation. Immerhin betreiben die Heidenheimer mit einem späten Treffer zum 2:5 noch etwas Resultatskosmetik. Ein wirklicher Trost dürfte dies allerdings nicht sein.
Übrigens: Beim SSV Jeddeloh II handelt es sich nicht etwa um eine 2. Mannschaft. Der Verein stammt aus dem Dorf Jeddeloh II im Bundesland Niedersachsen, das an das ältere Jeddeloh I grenzt. In beiden Dörfern leben jeweils nur gut 1000 Menschen.
Fürth – Bochum 1:2
Im einzigen Zweitliga-Duell der 1. Runde setzt sich Bochum dank Toren von Christian Rasmussen und Philipp Hofmann mit 2:1 durch.
Bahlinger SC – Magdeburg 0:4
Zweitligist Magdeburg bekundet mit dem Bahlinger SC aus der Oberliga (5. Liga) keine Mühe. Falko Michel glänzt mit einem Doppelpack.
Braunschweig – Union Berlin 2:4
Das Pflichtspiel-Debüt für Mauro Lustrinelli bei Union Berlin geht gerade nochmal gut: Das Team des Thuner Meistertrainers dreht die Partie gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig nach zweimaligem Rückstand noch in ein 4:2. Der Kroate Marin Ljubicic avanciert nach seiner Einwechslung in der 62. Minute zum Matchwinner. Nach nur einer Minute im Spiel bereitet er das 2:2 von Tom Rothe vor, nochmals neun Minuten später erzielt er das 3:2 selbst. Auch das 4:2 in der Nachspielzeit geht auf sein Konto.
Neuzugang Michel Aebischer sitzt zu Beginn nur auf der Bank. Für die letzte Viertelstunde wird der Nati-Kicker eingewechselt und sieht kurz vor Schluss bei seinem Debüt die Gelbe Karte. Der Ex-Basler Junior Zé wird bei Braunschweig in der Nachspielzeit ausgewechselt.
Jena – Darmstadt 1:2
Ebenfalls nicht brillieren kann Darmstadt beim Viertligisten Carl Zeiss Jena. Doch anders als der Ligakonkurrent aus Heidenheim (siehe oben) bedeutet das im Falle des Zweitligisten aus Hessen einen knappen 2:1-Sieg und keine Blamage.
Krieschow – Mainz 0:9
Der Oberligist (5. Liga) Krieschow kassiert gegen Urs Fischers Mainzer beinahe ein Stängeli. Phillip Tietz trifft schon in der 32. Minute zum 3:0 – ein lupenreiner Hattrick des Stürmers. Später geht auch das 7:0 auf sein Konto. Silvan Widmer wird in der 74. Minute beim Stand von 8:0 eingewechselt.
Schott Mainz – Mönchengladbach 0:5
Auch Gladbach gewinnt gegen einen Oberliga-Vertreter problemlos. Der offensive Mittelfeldspieler Hugo Bolin aus Schweden ist mit zwei Toren der Mann des Spiels.
Rhynern – Dresden 0:6
Der Schweizer Trainer Thomas Stamm lässt mit Dynamo Dresden (2. Liga) gegen den Regionalligisten (4. Liga) Westfalen Rhynern nichts anbrennen. Sechs verschiedene Spieler treffen beim 6:0-Sieg: Henrik Koch (Eigentor), Niklas Hauptmann, Vincent Vermeij, Ben Bobzien, Kaan Inanoglu und Robert Wagner.
Essen – St. Pauli 2:0
Mit St. Pauli scheitert ein weiterer Zweitligist in der 1. Runde. Rot-Weiss Essen gewinnt dank Toren von Marek Janssen (36.) und Semir Telalovic (53.) vor knapp 20’000 euphorischen Fans. Für die Hamburger ist es nach zwei Unentschieden zum Auftakt in die 2. Bundesliga gegen Fürth (1:1) und Kiel (2:2), bei denen man eine Ein- respektive Zwei-Tore-Führung hergeschenkt hat, die nächste Enttäuschung zum Start in die neue Saison nach dem Bundesliga-Abstieg.
Düsseldorf – Freiburg 1:5
Der SC Freiburg gewinnt nach dem Hinspiel in den Conference-League-Playoffs beim schottischen Motherwell (3:1) auch sein zweites Pflichtspiel dieser Saison. Drittligist Düsseldorf hat den Breisgauern wenig entgegenzusetzen. In der 18. Minute eröffnet der werdende Vater Lucas Höler, der aufgrund der nahenden Geburt nicht mit nach Schottland gereist war, das Skore. Nach der Pause treffen auch Igor Matanovic (71.), Lukas Kübler (74.), Jordy Makengo (80.), der sein erstes Profi-Tor erzielt, und nochmals Matanovic (94.). Dazwischen markiert der Ex-Freiburger Fabian Schleusener das Ehrentor zum 1:3 (76.). Der Schweizer Verteidiger Bruno Ogbus sitzt wie schon am Donnerstag 90 Minuten auf der Bank.
Lübeck – Paderborn 2:4
Bundesliga-Aufsteiger Paderborn löst die Aufgabe beim Regionalligisten (4. Liga) Phönix Lübeck letztlich souverän. Zwar gelingen den Hausherren mit zwei Toren zum 1:2 und zum 2:4-Schlussstand zwei Achtungserfolge, der Sieg des Favoriten gerät aber nie wirklich in Gefahr.
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