Auto fängt nach Frontalcrash Feuer: Fahrer eine Stunde eingeklemmt
Stand: 21.09.2026, 21:26 Uhr
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Bei einem Zusammenstoß auf der Landesstraße 568 nahe Groß Schneen wurden drei Menschen schwer verletzt. Passanten bekämpften die Flammen mit Feuerlöschern, bevor die Feuerwehr eintraf.
Groß Schneen – Drei Personen erlitten am Montag, 21. September, bei einem Unfall auf der Landesstraße 568 zwischen Groß Schneen und Stockhausen im Süden des Landkreises Göttingen schwere Verletzungen. Zwei von ihnen mussten von der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen befreit werden.

Der Unfall ereignete sich gegen 16:10 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen prallte ein Opel Vectra mit augenscheinlich hoher Geschwindigkeit mit einem entgegenkommenden Kleinbus eines Transportunternehmens zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge im Frontbereich stark zerstört. Kurz darauf geriet der Motorraum des Opel in Brand.
Zwei Personen waren eingeklemmt
Sowohl der Fahrer des Opels als auch der Fahrer des Kleinbusses wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Der Beifahrer des Kleinbusses konnte das Fahrzeug hingegen ohne technische Hilfe verlassen.
Vorbeikommende Autofahrer und ein Lkw-Fahrer reagierten geistesgegenwärtig. Sie griffen zu zwei Feuerlöschern und bekämpften damit die Flammen am Opel, um die eingeklemmte Person zu retten. So konnte der Brand zunächst eingedämmt werden, bis die Feuerwehr eintraf.
Die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Schneen, Friedland/Elkershausen, Ballenhausen, Niedernjesa/Stockhausen und Obernjesa waren mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Die Feuerwehrleute übernahmen die Nachlöscharbeiten und begannen gleichzeitig mit der aufwendigen technischen Rettung der beiden eingeklemmten Fahrer. Dazu setzten sie hydraulisches Rettungsgerät ein.
Schwierige Rettung aus einem Fahrzeug
Während der Fahrer des Kleinbusses vergleichsweise schnell aus seinem Fahrzeug befreit werden konnte, gestaltete sich die Rettung des Fahrers aus dem Opel Vectra deutlich schwieriger. Rund eine Stunde dauerte es, bis die Einsatzkräfte ihn aus dem völlig zerstörten Fahrzeugwrack befreien konnten.
Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere Verletzungen und wurden zur weiteren Behandlung in Göttinger Krankenhäuser gebracht. Wie schwer die Verletzungen im Einzelnen sind, war zunächst nicht bekannt.

Auch die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Die Unfallstelle liegt in einer langgezogenen, leicht kurvigen Passage der Landesstraße. Ob dem Zusammenstoß möglicherweise ein Überholmanöver vorausging, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Zwei Notärzte waren vor Ort
Neben den Feuerwehren waren drei Rettungswagen und zwei Notärzte im Einsatz. Einer der Notärzte wurde mit dem Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 zum Unfallort geflogen.
Die Landesstraße 568, die früher als Bundesstraße 27 ausgewiesen war, blieb wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie für die Unfallaufnahme bis weit in die Abendstunden in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Der Verkehr wurde über Stockhausen, Obernjesa und Klein Schneen nach Friedland umgeleitet.