Beispielloser TV-Flop: Deutsche Serie erzielt 0,0 % Marktanteil – 162 Folgen schon produziert


Stand: 12.07.2026, 18:13 Uhr

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Eine deutsche Serie wurde auf einen wenig schmeichelhaften Sendeplatz verbannt – und erzielt auch dort bemerkenswert schwache Ergebnisse.

Berlin – Am 1. Juni schickte Sat.1 eine neue tägliche Serie ins Vorabendprogramm: „Frieda - Mit Feuer und Flamme“. Die Erwartungen waren groß – beim TV-Sender wohl genauso wie bei den Produzentinnen und Produzenten. Diese ließen verlauten: „Wir sind sehr stolz und glücklich, eine Serie zu machen, die in ihrem Inhalt gesellschaftlich relevante Themen und Institutionen unterhaltsam aufnimmt. Gerade bei der Feuerwehr engagieren sich die Menschen und fühlen sich aufgehoben und das wollen wir bei ‚Frieda‘ auch in den Fokus setzen.“

Die neue Serie floppte beim Publikum

Die neue Serie floppte beim Publikum. © Bernd Weißbrod / dpa

Im Zentrum der Reihe steht die alleinerziehende Intensivkrankenschwester Frieda (Laura Lippmann), die mit ihrer 18-jährigen Tochter Pippa (Natascha Weitzendorf) in das idyllische Liebitz im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz zurückkehrt. Dort kämpft sie um die Rettung der freiwilligen Feuerwehr und erlebt allerlei Gefühlswirrungen. Mit dabei auch: „Glücksrad“-Legende Maren Gilzer (66) als Gemeindeschwester Erna Bäuerle.

„Frieda - Mit Feuer und Flamme“ läuft jetzt am Samstagmorgen im Block bei Sat.1 – und das äußerst erfolglos

Allerdings kam die Sat.1-Vorabendserie beim Publikum schon in den ersten Tagen nicht an. Und der Sender zog sehr schnell die Notbremse: Am 26. Juni lief schon die letzte Folge auf dem eigentlich regulären Sendeplatz am Vorabend. Wohlgemerkt: Es war erst die 40. Episode von insgesamt 162 produzierten. Was tun mit dem Rest?

Dafür hat Sat.1 inzwischen eine wenig schmeichelhafte Lösung gefunden: Zehn Folgen liefen am Stück am frühen Samstagmorgen des 4. Juli. Am 11. Juli folgten zehn weitere, von 4.25 Uhr bis 9 Uhr. Am Stück. „Kaum anzunehmen also, dass dies mit dem Ziel erfolgt, dass irgendwer alle Episoden linear am Stück schaut“, schreibt digitalfernsehen.de dazu.

Tatsächlich floppte der „Frieda“-Block, bestehend aus den Folgen 51 bis 60, auch auf dem neuen Sendeplatz drastisch: Mehrere Episoden am sehr frühen Morgen des 11. Juli kamen digitalfernsehen.de zufolge auf einen Marktanteil von 0,0 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe. Folge 55 stieg nur leicht an: auf 0,01 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und 0,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Im Verlauf des Morgens landeten weitere Folgen bei 0,0 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. So auch Folge 60, die am Samstagmorgen den vorläufigen Abschluss bildete. Zum Vergleich: Das folgende „Sat.1-Frühstücksfernsehen am Samstag“ ab 9 Uhr kam auf 5,4 Prozent Marktanteil in derselben Zielgruppe.

Neue Sat.1-Serie „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ floppt beim Publikum

Dass sich jemand den Wecker auf den frühen Samstagmorgen stellt, um sich mit viel Kaffee und Gebäck gleich zehn „Frieda“-Folgen am Stück anzuschauen, dürfte Sat.1 tatsächlich nicht erwartet haben. Eher ist davon auszugehen, dass jene Fans, die „Frieda“ zu schätzen wissen, die Episoden per Streaming genießen.

Nicht alle, die „Frieda“ eine Chance gegeben haben, dürften das aber tun. In einer Facebook-Gruppe mit 45 Fans schrieb eine Userin: „Ich habe gehofft, es wird eine schöne neue Serie, aber da geht es wieder nur um Intrigen und Lügen.“ Danach drückt sie ein „zum K*tzen“ per Emoji aus und ergänzt: „Ihr könnt das selber schauen.“ Am 18. Juli zeigt Sat.1 übrigens den nächsten „Frieda“-Marathon – zehn weitere Folgen am Stück ab 4.30 Uhr. Kürzlich kam es im TV-Hauptabendprogramm zu einer ungewöhnlichen Klarstellung. (Quellen: digitalfernsehen.de, saxonia-media.de, ruhr24.de, quotenmeter.de, Facebook, tvinfo.de, fernsehserien.de) (lin)