Müllberge und Fluten: Manila kämpft gegen die Monsunfolgen


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Rolex Della Pena / EPA

In neun Tagen hat es auf den Philippinen so viel geregnet wie sonst in einem Monat. Die Wassermassen haben Teile der Küste überschwemmt, in der Metropolregion Manila schwimmt tonnenweise Müll.

11.08.2026, 18.02 Uhr

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Aaron Favila / AP

Im Grossraum Manila, in der Hauptstadt der Philippinen, haben starke Regenfälle Überschwemmungen, Erdrutsche und Unfälle verursacht. Ausgelöst wurden sie durch Tropenstürme und den Südwestmonsun. Mindestens 16 Personen sind ums Leben gekommen. In der Metropolregion Manila leben rund 15 Millionen Menschen. Sie gehört zu den am dichtesten besiedelten urbanen Räumen weltweit.

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In den Wasserläufen der Metropolregion hat sich aufgrund des Starkregens unsachgemäss entsorgter Müll angesammelt. Die Flüsse sind zum Teil komplett von Abfall überdeckt. Mit einfachen Booten und Baggern versuchen Arbeiter, die Gewässer zu räumen. Der Müll droht die Abflüsse und die Kanalisation zu verstopfen.

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Auf den Philippinen kommt es gerade bei starken Regenfällen immer wieder zu grossen Problemen mit dem Unrat. Die Bevölkerung wächst, es entsteht immer mehr Müll, die bestehende Infrastruktur reicht dafür nicht mehr aus. Entsprechend sind die Deponien oft überfüllt, oder der Abfall wird nicht sachgerecht entsorgt.

Erst im Januar löste starker Regen auf einer Mülldeponie in Cebu City eine riesige Lawine aus, Dutzende Personen wurden unter ihr begraben.

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Der unsachgemäss entsorgte Müll ist aber nicht das einzige Problem. Starke Monsune sind in der Region keine Seltenheit, immer wieder kommt es zu starken Überschwemmungen. Den Schutz vor dem Hochwasser bezeichnen viele als unzureichend. Auf den Philippinen kommen jährlich Hunderte oder gar Tausende Menschen durch Taifune ums Leben.

Erst im vergangenen Herbst kam es in Manila zu massiven Protesten gegen die Korruption bei milliardenschweren Hochwasserschutzprojekten. In den Korruptionsskandal waren Beamte, Ingenieure, Bauunternehmer und Politiker verwickelt.

Eloisa Lopez / Reuters

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Von den Stürmen und Regenfällen der vergangenen Tage sind laut den philippinischen Behörden landesweit mehr als 750 000 Personen betroffen. Mehr als 8000 Personen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen. Besonders getroffen hat es neben der Region um Manila auch die Provinzen Benguet, Rizal und Batangas auf der Hauptinsel Luzon.

Auf den Philippinen herrscht ein tropisches Meeresklima, das Jahr teilt sich in eine Regen- und eine Trockenzeit ein. Von Juni bis Oktober trifft der sogenannte Südwestmonsun die Inseln des Landes. Von November bis Mai treten vor allem tropische Wirbelstürme, sogenannte Taifune, auf. In den vergangenen Jahren kam es vermehrt zu Naturkatastrophen wie Dürre und Überschwemmungen.

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