Bildungsmonitor laut INSM »Armutszeugnis«: Sachsen am besten, Bremen Schlusslicht


Die vom IW durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand 98 sogenannter Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. So werden etwa die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten.

Die Studie bewertet die Ergebnisse aus bildungsökonomischer Sicht. Im Fokus steht demnach, welchen Beitrag das Bildungssystem leistet, um den Wohlstand zu sichern und Wachstum zu fördern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten.

»Armutszeugnis für den Bildungsstandort Deutschland«

Der neue Bildungsmonitor sei insgesamt ein »Armutszeugnis für den Bildungsstandort Deutschland«, sagte der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Thorsten Alsleben. »Das Bildungsniveau sinkt in allen Bundesländern.« Zudem sei es »beschämend, dass fast ein Fünftel der Menschen ohne Abschluss ist«. Alsleben forderte eine gezielte Sprach- und Frühförderung in Kitas, mehr Geld für Schulen mit hohem Förder- und Armutsrisiko sowie eine Stärkung der beruflichen Nachqualifizierung für junge Erwachsene ohne formalen Abschluss.

Als positives Ergebnis verzeichnet die Studie, dass der Bildungsaufstieg junger Erwachsener in den zwei Jahrzehnten bis 2024 zugenommen habe. Nach wie vor hänge der Bildungserfolg aber zu stark von der sozialen Herkunft ab. Wie auch die aktuelle Pisa-Studie  zeige, habe die Bildungsarmut zugenommen, erklärte IW-Studienleiter Axel Plünnecke. Man müsse diejenigen stärker fördern, die sonst den Anschluss verlören.

Was die Politik gegen das desaströse Pisa-Ergebnis tun sollte, lesen Sie hier im Kommentar .