BMW i4 Cabrio startet wohl 2028 als Neue-Klasse-Modell
BMW plant offenbar ein elektrisches Cabriolet auf Basis der Neuen Klasse. Nach übereinstimmenden Berichten aus dem Umfeld des Automobilherstellers soll das Modell unter dem internen Codenamen „NA3“ im Jahr 2028 auf den Markt kommen. Damit würde die elektrische 3er-Familie um eine offene Variante erweitert, die auf den bereits vorgestellten i3 Sedan sowie den für kommendes Jahr angekündigten i3 Touring folgt. Wie das aktuelle, verbrennungsmotorisch angetriebene 4er Gran Coupé Cabrio soll auch die elektrische Version vier Sitzplätze bieten.
Weil das Fahrzeug von Beginn an als reines Elektroauto konzipiert wird, entfallen die Package-Zwänge, die bei Verbrennerplattformen üblich sind. Theoretisch lässt sich dadurch der Radstand verlängern, indem die Räder weiter nach außen rücken und die Überhänge kürzer ausfallen. Ein größerer Abstand zwischen den Achsen bedeutet in der Regel mehr Platz im Innenraum, was gerade bei einem 2+2-Cabriolet von Bedeutung ist.
Berichten zufolge soll das Fahrzeug zudem ein Stoffverdeck erhalten, kein festes Klappdach wie einst beim F33. Automobilhersteller setzen bei Cabrios inzwischen überwiegend auf Stoffverdecke, da diese leichter sind und im gefalteten Zustand weniger Platz im Heck beanspruchen. Weniger technischer Aufwand bedeutet in der Regel auch geringere Produktionskosten, ein Ziel, das derzeit branchenweit verfolgt wird.
Verbrenner-Cabrio bleibt zunächst im Programm
Die Einführung des elektrischen Cabriolets bedeutet nicht das unmittelbare Ende der offenen Verbrenner-Variante. Das aktuelle Modell mit dem internen Kürzel G23 soll den Berichten zufolge bis Mitte 2029 im Werk Dingolfing gebaut werden, gemeinsam mit dem G83 M4 Cabrio. Ob BMW auch dem neuen i4 Cabrio eine M-Version spendiert, ist derzeit offen. Angesichts der Historie des Automobilherstellers, M-Varianten breit über das Portfolio zu streuen, gilt diese Möglichkeit jedoch nicht als ausgeschlossen.
Parallel dazu wird über ein zweites zweitüriges Modell spekuliert, ein i4 Coupé mit dem Codenamen „NA2“. Für den Automobilhersteller würde das wirtschaftlich Sinn ergeben, da sich Entwicklungskosten zwischen den beiden Modellen aufteilen ließen. Sowohl Cabrio als auch Coupé wären technisch eng mit dem i3 verwandt, weshalb sich viele Details bereits aus dessen technischen Daten ableiten lassen, die anlässlich der Markteinführung des i3 First Edition in Europa veröffentlicht wurden. Diese Werte dürften bei den zweitürigen Modellen zwar abweichen, geben aber einen groben Anhaltspunkt für deren Auslegung.
Ein Cabriolet fällt aufgrund der notwendigen zusätzlichen Karosserieverstärkung, die den Wegfall des festen Dachs ausgleicht, in der Regel schwerer aus als eine Limousine oder ein Coupé. Naheliegend ist zudem, dass sich i3 und i4 dieselbe sechste Motorengeneration sowie die gleiche Batterietechnik teilen. Bis 2028 ist es nicht mehr weit, weshalb erste getarnte Erlkönige des i4 Cabrio, möglicherweise auch des Coupés, in absehbarer Zeit auftauchen dürften.
Quelle: BMWBlog.com – The BMW i4 Convertible Is Coming Sooner Than You Think