BMW iX3 & i3: Produktion der Neuen Klasse ab 2027 auch in Mexiko
Zehn Jahre nach der Grundsteinlegung für das BMW Werk San Luis Potosí in Mexiko ist der Standort nicht nur fester Bestandteil des weltweiten Produktionsnetzwerks der BMW Group, sondern offenbar auch am Anfang eines neuen Kapitels: Ab 2027 sollen mit BMW iX3 (NA5) und i3 (NA0) erstmals auch Modelle der Neuen Klasse in Mittelamerika gebaut werden. Aktuell werden im Werk ausschließlich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gebaut, aber dank hoher Investitionen wird San Luis Potosí nun auch für die Produktion von Elektroautos mit 800-Volt-Technologie befähigt.
Wie üblich produziert BMW die Fahrzeuge möglichst nah am Standort des Endkunden, die Neue Klasse aus Mexiko wird also primär für die amerikanischen Märkte wie die USA und Kanada bestimmt sein. Für europäische Kunden bleibt das Werk Debrecen der wichtigste Standort für den iX3, während der i3 im Stammwerk München vom Band läuft. Die chinesischen Varianten, konkret also die iX3 Langversion (NA6) und die i3 Langversion (NA8), werden direkt in China gebaut.

Auch wenn der Fokus künftig auf der Belieferung amerikanischer Märkte liegen dürfte, haben bereits tausende BMW ihren Weg von Mexiko nach Deutschland und Europa gefunden: Das aktuelle BMW 2er Coupé (G42) wird genau wie der darauf basierende BMW M2 (G87) exklusiv in San Luis Potosí gebaut und von dort in alle Welt exportiert. Außerdem wird in Mexiko auch die 3er Limousine gebaut, diese Fahrzeuge sind aber nicht für Europa bestimmt.
Am mexikanischen Standort San Luis Potosí wurden inzwischen knapp 2 Milliarden US-Dollar investiert, wobei allein 800 Millionen Dollar in die Vorbereitung für die Elektroautos der Neuen Klasse fließen. Rund 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind direkt im BMW Werk beschäftigt, hinzu kommen über 32.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und indirekt verbundenen Unternehmen in der Region. Seit dem Jahr 2019, als die ersten BMW in Mexiko vom Band rollten, sind die Exporte der Region Villa de Reyes um 1.600 Prozent gestiegen.
Klaus von Moltke (Präsident und CEO der BMW Group Plant San Luis Potosí): “Die Geschichte der BMW Group in San Luis Potosí zeigt, dass die Ergebnisse weit über die Fahrzeugproduktion hinausgehen können, wenn es eine langfristige Vision, geeignete Talente und eine starke Zusammenarbeit zwischen Industrie, Regierung und Wissenschaft gibt. Vor dem Hintergrund des ständigen Wandels in der Automobilindustrie ist unsere Botschaft klar: Wir vertrauen weiterhin auf Mexiko, wir vertrauen weiterhin auf San Luis Potosí und wir investieren weiterhin in die Zukunft, die wir gemeinsam aufbauen werden.”
(Fotos: i3-Produktion im BMW Werk München)
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