HSV-Euphorie? Polzin bremst nach Transfer-Coup


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„Bringt uns nichts“: Polzin spricht über Startelf-Chancen der Neuen und HSV-Euphorie

Die Last-Minute-Zugänge Fabio Vieira und Zakaria El Ouahdi beim HSV-Training am Dienstag.
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Transfer-Euphorie beim HSV! Die Neuen sorgen sofort für Aufsehen. Trainer Merlin Polzin warnt trotzdem vor zu hohen Erwartungen.

So groß war das Interesse an einem HSV-Training schon lange nicht mehr. Vier Kamerateams und rund 200 Fans waren am Dienstag bei der Einheit im Volkspark dabei. Der Grund war die Transferoffensive der Hamburger am Deadline Day mit der Rückkehr von Fábio Vieira sowie den Verpflichtungen der beiden Nationalspieler Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe. Ein bemerkenswertes Upgrade für den HSV, das allerdings auch mit einer klaren Ansage von Trainer Merlin Polzin verbunden war.

Um 15.17 Uhr führte Vieira zusammen mit Kapitän Nicolai Remberg die Mannschaft auf den Trainingsplatz. Von den Fans wurde die Rückkehr des verlorenen Sohnes mit viel Applaus und einigen Vieira-Rufen gefeiert. Auf dem Rasen zeigte der Portugiese direkt, was bereits in der vergangenen Saison während seiner Leihe zu sehen gewesen war. Im Trainingsspiel gehörte er sofort zu den Torschützen.

Vieira-Rückkehr gibt Polzin ein „sehr schönes Gefühl“ 

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„Es ist ein sehr schönes Gefühl, ihn wieder in den HSV-Klamotten zu sehen“, sagte Polzin hinterher. Der Trainer betonte, dass es für Vieira in diesem Sommer auch andere Möglichkeiten gegeben habe. Die starke Verbindung, die gegenseitige Wertschätzung und viel Geduld seien am Ende ausschlaggebend gewesen.

Auch bei El Ouahdi, der am Dienstag erstmals für den HSV auf dem Trainingsplatz stand, spielte der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. Erst gegen Ende der Transferperiode wurde der Wechsel des Marokkaners nach Hamburg möglich. Als einen Spieler, der „das ganze Spiel hoch und runter marschiert“ und „gut mit dem Ball umgehen kann“, bezeichnete Polzin den neuen Mann für die rechte Seite.

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HSV-Coach Merlin Polzin steht mit Ball unter dem Arm auf dem Trainingsplatz.
Glücklich und zufrieden beobachte HSV-Coach Merlin Polzin am Dienstag die Einheit im Volkspark.
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David Møller Wolfe, der künftig links für Furore sorgen soll und laut Polzin „brutal intensiv“ ist, war am Dienstag noch nicht auf dem Trainingsplatz zu sehen. Bei dem Leihgeschäft mussten noch letzte Details geklärt werden. Erst am Abend wurde der Deal offiziell verkündet. An diesem Mittwoch soll der Norweger im Volkspark richtig loslegen.

Fakt ist: Mit dem spektakulären Transfer-Hattrick steigt beim HSV das Niveau auf dem Platz deutlich. Das sieht auch Polzin so. „Individuell von der Qualität macht uns das auf jeden Fall besser. Deshalb haben wir uns auch für die Jungs entschieden“, erklärte der HSV-Coach, bremste gleichzeitig aber die Euphorie.

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HSV-Trainer will trotz Transfer-Offensive keine neue Ziele

„Es ist für alle wichtig: Wir werden absolut nicht von unserem Weg abkommen. Wir haben mit dem Aufstieg davon gesprochen: Wir wollen demütig sein, wir wollen einen anderen HSV repräsentieren. Was wir auf keinen Fall jetzt machen werden, ist, irgendwie davon zu sprechen, dass sich unsere Ziele verändern“, so Polzin.

Der Trainer will weiterhin vor allem demütig bleiben und auch an der bislang einstudierten Spielweise keine entscheidenden Veränderungen vornehmen. Seine Ansage: „Jetzt geht es weiter an die Arbeit. Das ist kein Freifahrtschein für die Bundesliga. Wenn am Sonntag Mainz zu uns kommt, stehen da auch ein paar Jungs auf der anderen Seite, die unfassbar gute Qualität haben. Dem wollen wir uns stellen, dafür haben wir sicherlich bessere Voraussetzungen als zu Beginn der Vorbereitung.“

Ob alle drei Last-Minute-Transfers am Sonntag direkt dabei sein und zum Einsatz kommen werden, hat der HSV-Trainer noch nicht entschieden. Eine Entscheidung soll erst gegen Ende der Woche fallen. „Wir schauen, was Sinn ergibt. Wir haben nichts davon, wenn sich jemand im ersten Spiel verletzt, weil er noch nicht bereit war“, bremst Polzin. „Das bringt uns nichts.“ El Ouahdi sei komplett im Rhythmus, Vieira habe hingegen zuletzt weniger gespielt. Das müsse man berücksichtigen. Für die vollständige Integration wird ohnehin deutlich mehr Zeit benötigt.

Polzin: „Wichtig ist bei all den Verpflichtungen, dass wir jetzt wieder eine Art neue Mannschaft sind. Es wird wieder Zeit brauchen, eine Verbindung zueinander aufzubauen und dieses gemeinschaftliche Denken zu entwickeln. Da sind wir voll im Prozess. Es ist die Aufgabe von uns, jetzt mit Abschluss der Transferperiode dafür zu sorgen, dass uns das schnell gelingt.“