Broschüre hilft bei Unsicherheiten


Stand: 11.08.2026, 18:08 Uhr

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Das Frankfurt Immigration Office hat eine digitale Broschüre für Unternehmen veröffentlicht, die ausländische Fachkräfte beschäftigen wollen. Von 119 möglichen Anträgen sind meist nur vier für Beschäftigte relevant.

Aus 119 verschiedenen Anträgen können Arbeitsuchende wählen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Darunter auf den ersten Blick den richtigen zu finden, ist sowohl für Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen wollen, als auch für Arbeitnehmer:innen nicht gerade leicht. Das Frankfurt Immigration Office (FIO) hat in einer digitalen Broschüre die wichtigsten Informationen für Personalstellen und Bewerber:innen aufbereitet.

Die Broschüre solle es vorwiegend Unternehmen erleichtern, Fachpersonal zu gewinnen, sagt ein Sprecher des FIO. „Da ist alles erklärt“, ergänzt Stefan Schnellert-Ji, Abteilungsleiter für Arbeitsaufenthalte. „Kann die Fachkraft sofort bei mir anfangen? Welchen Antrag muss ich stellen? Muss ich überhaupt einen Antrag stellen?“ Mit solchen Fragen seien Unternehmen häufig konfrontiert. Die Broschüre soll sie in vereinfachter Sprache beantworten.

„Es sind Informationen, die man natürlich vorher auch alle im Internet gefunden hätte“, meint Annette Rinn, Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz der Stadt Frankfurt. Oft sei es leichter, die Informationen an einer Stelle direkt vor sich zu haben. Allein online habe die Behörde im vergangenen Jahr 30.000 Fragen erhalten, davon ein Drittel im Bereich Arbeitnehmer:innen. Etwa 35 Prozent der Fälle beträfen Fachkräfte, zumeist Akademiker:innen. „Diese Fragen werden tatsächlich auch alle bearbeitet“, betont Schnellert-Ji. „Aber dabei sehen wir auch, dass es in Wirklichkeit vielleicht fünf, sechs verschiedene Fragestellungen sind, die zu uns kommen.“

Mehr Orientierung

Wenn Mitarbeitende keinen physischen Aufenthaltstitel oder eine Arbeitserlaubnis vorweisen können, seien Personalstellen oft vorsichtig, erklärt Behördenleiter Norbert Euler. Die betroffenen Personen können vor Ablauf ihres Aufenthaltstitels eine Verlängerung beantragen, was eine Fiktionswirkung auslöst. Dadurch besteht der Aufenthalt weiter. „Oftmals drohen dann die Personalstellen aus dieser Unsicherheit heraus, Mitarbeiter freizustellen, obwohl aufenthaltsrechtlich die Genehmigung vorhanden ist“, so Euler. In solchen Fällen solle die Broschüre mehr Orientierung bieten. Aus 119 Anträgen seien meist nur vier relevant für Beschäftigte. „Die geben wir jetzt in der Broschüre einmal vor“, sagt Schnellert-Ji. 36 Sachbearbeiter:innen sorgten dann dafür, dass Anfragen auf den richtigen Weg gebracht werden. Wichtig sei es, den Antrag zu stellen.

Die Broschüre gelte speziell für Frankfurt. „Damit kann man vielleicht nichts in der Nachbarstadt anfangen, weil die natürlich ganz anders arbeiten“, erklärt er. Auf der Website des Immigration Office können Interessierte die Broschüre ab sofort abrufen. Zudem solle sie als QR-Code an entsprechende Stellen übermittelt werden. „Das wird eine Broschüre sein, die lebt“, so Schnellert-Ji. Die Informationen werden stetig aktualisiert.