Brückenbau in Dresden: Knapp 26.000 Bürger stimmen über Carolabrücke ab
Quelle: dpa Sachsen 7. August 2026, 14:14 Uhr
Die Dresdner Bevölkerung nimmt regen Anteil am Bau der neuen Carolabrücke. Nachdem ein Expertengremium über die vier vorliegenden Brückentwürfe abgestimmt hatte, liegt nun das Votum der Bürgerschaft vor. Wie die Verwaltung mitteilte, beteiligten sich knapp 26.000 Menschen an der Aktion «carolaVOTE».
Der Entwurf der ARGE FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft landete knapp auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt der Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects. Bei den Experten war es genau andersherum.
Großes Feedback auf Ausstellung der Brückenentwürfe
Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung waren Veranstaltungen zur Ausstellung der Entwürfe. «Sowohl die zweimal wöchentlich angebotenen Rundgänge als auch die thematischen Brückencafés einmal wöchentlich stießen auf großes Interesse», hieß es.
Auch die Feedbackwand in der Ausstellung sei rege genutzt und mehr als 300 Karten seien beschrieben worden. «Die Hinweise bezogen sich vor allem auf die Gestaltung, die Aufenthaltsqualität, den Verkehr und die Anbindung, den Radverkehr sowie den Wiederaufbau der Carolabrücke», hieß es. Am häufigsten sei die Anzahl der Fahrspuren kommentiert worden.
Wie geht es nun weiter?
Die Ergebnisse von «carolaVOTE» und die Empfehlung des Expertengremiums fließen nun in eine Sitzung des Begleitgremiums am 18. August ein. Dieses Gremium wird eine Empfehlung an den Stadtrat abgeben. Der Stadtrat entscheidet am 3. September über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams für den Wiederaufbau der Carolabrücke.
Die vormalige Dresdner Carolabrücke – ein Spannbetonbauwerk aus der DDR-Zeit – war in der Nacht zum 11. September 2024 überraschend teilweise eingestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings wurden auch die beiden stehengebliebenen Brückenzüge so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden mussten. Als Ursache für den Einsturz gilt Korrosion, die zum Versagen von Spanngliedern führte. Nach bisheriger Planung soll die Brücke ab Mai 2028 wiedererrichtet und 2031 vollendet werden.
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