Bundesweiter Warntag: Wenn am 10. September die Sirenen schrillen, passiert hier noch etwas ganz anderes
Stand: 09.09.2026, 07:32 Uhr
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Beim bundesweiten Warntag wird es in Dortmund am Donnerstag laut. Neben 45 Sirenen und Handys schlagen dieses Mal weitere Anzeigen an. Es ist eine Premiere.
Dortmund – Am Donnerstag, 10. September, um Punkt 11 Uhr wird es in Dortmund laut – richtig laut. Dann heulen 45 Sirenen durch die Stadt, hunderttausende Handys schrillen gleichzeitig los. Grund ist der bundesweite Warntag, bei dem der Ernstfall geprobt wird. Neu in diesem Jahr: Erstmals mischen auch die 66 LED-Tafeln des städtischen Parkleitsystems mit und machen Autofahrer auf den Probealarm aufmerksam – eine Premiere für Dortmund.

Normalerweise dienen die dazu, den Verkehrsfluss rund um Großveranstaltungen zu lenken. Etwa wenn der BVB im Signal Iduna Park seine Heimspiele austrägt oder wenn in den Westfalenhallen mal wieder ein Star ein Konzert gibt – oder der Weihnachtsmarkt in der City stattfindet. Dann zeigen die Tafeln die freien Parkplätze, ÖPNV-Verbindungen und Umleitungen an. Jetzt sollen sie beweisen, dass sie im Ernstfall auch Leben retten könnten.
Sirenen, Handy-Alarm und jetzt auch LED-Tafeln: Dortmund rüstet auf für den großen Warntag
Der Ablauf ist genau getaktet: Los geht es mit dem einminütigen Dauerton „Entwarnung“, der im Ernstfall eigentlich das Ende einer Gefahr signalisiert. Danach folgt der auf- und abschwellende „Warnung“-Ton – jenes markerschütternde Geräusch, das Menschen buchstäblich aufschrecken und zum Handeln bewegen soll: Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Radio oder Fernseher einschalten, Ruhe bewahren. Zum Abschluss ertönt erneut die einminütige Entwarnung. Ausgelöst wird das komplette Sirenenkonzert von der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund.
Parallel dazu vibrieren die Smartphones: Über die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie per „Cell Broadcast“ – jener automatischen Direktnachricht mit schrillem Alarmton, die ungefragt auf jedem Handy in der Funkzelle aufploppt. Und auch hier gibt es eine Neuerung: Um 11:45 Uhr verschickt der Bund erstmals überhaupt eine „Cell Broadcast“-Entwarnung.
Wer zusätzlich zu den zehn digitalen Werbetafeln in der Innenstadt jetzt auch über die LED-Anzeigen des Parkleitsystems informiert wird, soll möglichst niemanden überraschen – im Gegenteil: Die Stadt will mit der breiten Reizüberflutung sicherstellen, dass wirklich jeder mitbekommt, dass es sich „nur“ um eine Übung handelt.
Warntag und Entwarnung: Dortmund testet neue Alarmwege
Eine dringende Bitte richtet die Feuerwehr an alle Dortmunder: Der Notruf 112 ist während des Probealarms ausschließlich echten Notfällen vorbehalten – Nachfragen zum Alarm haben dort nichts verloren.
Hintergrund der Übung ist der Ausbau des Dortmunder Sirenennetzes, das noch lange nicht fertig ist. Von vier geplanten Ausbaustufen hat der Stadtrat bislang drei beschlossen. Am Ende sollen 77 Sirenenstandorte im gesamten Stadtgebiet im Ernstfall Alarm schlagen können.