Business-Liveticker: Erdinger-Inhaber Werner Brombach verstorben | FAZ


Weißbier-Pionier: Erdinger-Inhaber Werner Brombach ist tot

Einer der erfolgreichsten deutschen Bierbrauer ist tot: Werner Brombach, langjähriger Inhaber und Geschäftsführer der Erdinger Weißbräu, sei im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben, teilte das Brauhaus der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuerst hatte der „Münchner Merkur“ berichtet. Brombach hatte sein Unternehmen im vergangenen Jahr in den Besitz einer Familienstiftung überführt.

Brombach war 1965 in die von seinem Vater geführte Traditionsbrauerei nordöstlich von München eingestiegen. Sie hatte damals einen Ausstoß von 40.000 Hektoliter pro Jahr. Brombach machte als erster Brauer das bis dato vor allem in Bayern bekannte Weißbier über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt und steigerte den Ausstoß schrittweise auf rund 1,5 Millionen Hektoliter.

Mit der Marke Erdinger Weißbräu hatte Brombach auf der Grundlage bayerischer Lebensart eine weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Weißbier-Kultur geschaffen, die in der jüngeren Vergangenheit auch immer stärker durch alkoholfreie Varianten geprägt wurde. Viele Prominente tauchten in den Werbespots von Erdinger auf, darunter Spitzensportler wie Franz Beckenbauer, Thomas Müller oder die Ex-Biathletin Magdalena Neuner.

Walter Berizzi, stellvertretender Stiftungsrats-Vorsitzender der Werner-Brombach-Familien-Stiftung würdigte den verstorbenen Unternehmer. „Heimatverbundenheit, Bodenständigkeit, Pioniergeist und unternehmerischer Weitblick – das zeichnete Werner Brombach aus. Er war national und international ein Sympathieträger, der bis zuletzt die Brauerei führte und sich um die Belange seiner Mitarbeiter kümmerte“. Erdinger Weißbräu wird bis heute ausschließlich am Standort Erding gebraut. Das Bier wird inzwischen in mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt exportiert.

Niedrigwasser: HDE-Chef warnt vor Engpässen im Handel

Angesichts der niedrigen Pegelstände an zahlreichen Flüssen in Deutschland warnt ​der Einzelhandel vor drohenden Engpässen. „Der Einzelhandel ist auf eine funktionierende Logistik im ganzen Land ⁠angewiesen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, der Nachrichtenagentur Reuters. Zwar würden nur sehr wenige Güter, die für den Einzelhandel bestimmt sind, per Schiff transportiert. ‌Bei Ausweichbewegungen von Schiffen hin zu Lkw und Bahn könnten aber Engpässe entstehen, „die dann auch der Einzelhandel zu spüren bekommt.“ Wegen ausbleibender Niederschläge und hoher Temperaturen sind ‌die Pegelstände etwa am Rhein ‌auf rekordniedrige Werte gefallen, weshalb Frachtschiffe nur einen Bruchteil der möglichen Ladung transportieren können.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert daher, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. So sei es jetzt höchste Zeit, dass das Bundeswirtschaftsministerium dauerhaft die ​sogenannten Lang-Lkw zulasse und das dafür zulässige ⁠Verkehrsnetz ausgebaut werde, forderte Genth. Zwei längere Einheiten des sogenannten Lang-Lkw können bis zu drei konventionelle Lkw-Einheiten ersetzen und ​somit sowohl den Energie- und Personaleinsatz senken sowie auch den CO₂-Ausstoß um bis zu 25 Prozent reduzieren. „Die ⁠Lang-Lkw verkehren ausschließlich ‌auf Fernverkehrsstraßen und behindern damit in keinster Weise den städtischen Verkehr“, sagte Genth. Die Waren würden dann aus großen Logistikzentren heraus mit kleineren Fahrzeugen weiter verteilt.

Die immer wieder zeitlich befristete Sondergenehmigung ⁠für Lang-Lkw ist ⁠dem HDE zufolge zwar verlängert worden. Der Verband fordert aber einen Übergang in den Regelbetrieb. „Die Unternehmen ⁠brauchen Planungs- ​und ⁠damit Investitionssicherheit“, sagte Genth. Der jahrelange Versuchsbetrieb habe ​gezeigt, dass mit Lang-Lkw den Verkehr entlaste. Die Unternehmen können ‌den Betrieb damit nur dann weiter ausbauen, wenn sie sicher sein können, dass sie ​diese Fahrzeuge auch dauerhaft nutzen dürfen. „Dass wir ​dieses Verkehrsmittel brauchen, macht die aktuelle Situation deutlich“, so Genth.

Berkshire Hathaway steigert Gewinn und kauft Aktien zurück

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat unter ihrem ​neuen Chef Greg Abel den operativen Gewinn gesteigert. Er legte im zweiten ⁠Quartal um 16 Prozent auf 12,98 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Zugleich wurden die enormen Geldvorräte abgebaut. Im zweiten Quartal wurden ‌eigene Aktien im Wert von 4,5 Milliarden Dollar zurückgekauft. Im Juli kamen weitere 3,3 Milliarden Dollar hinzu.

Zudem kaufte Berkshire erstmals seit 14 Quartalen mehr Aktien ‌als es verkaufte. ‌Unter anderem stockte Berkshire seine Beteiligung an der Google-Muttergesellschaft Alphabet um zehn Milliarden Dollar auf. Der Bargeldbestand sank von einem Rekordwert von 380,2 Milliarden Dollar im Vorquartal auf ​364,7 Milliarden Dollar.

Für Abel war es ⁠das zweite Quartal an der Spitze des Unternehmens. Er hat den Chefposten von der Investorenlegende Warren ​Buffett übernommen, der weiterhin Verwaltungsratschef ist. Investoren hatten mit Spannung erwartet, ob Abel bei der Kapitalverwaltung ⁠einen anderen ‌Ansatz als Buffett verfolgen würde. Buffett hatte gegen Ende seiner 60-jährigen Amtszeit zunehmend Schwierigkeiten, die Barmittel gewinnbringend einzusetzen. Das Tempo der Aktienrückkäufe ist nun mit der Spitze ⁠unter Buffett zu ⁠Beginn des Jahrzehnts vergleichbar.

Der Nettogewinn hat sich auf 25,67 Milliarden Dollar mehr als ⁠verdoppelt. Das ​Ergebnis ⁠des Vorjahreszeitraums war jedoch durch eine ​Abschreibung von 3,76 Milliarden Dollar auf die Beteiligung am ‌Lebensmittelkonzern Kraft Heinz belastet worden. Zum operativen Gewinn trugen unter anderem höhere Erträge der ​Eisenbahngesellschaft BNSF sowie aus den ​Bereichen Fertigung, Dienstleistungen und Einzelhandel bei.

Amazon finanziert riesiges Gaskraftwerk in Texas 

Der Amazon-Konzern finanziert in Texas für seine Rechenzentren ein Gaskraftwerk, das leistungsstärker als alle bisherigen Anlagen in den USA werden soll. Das Unternehmen bestätigte am Freitag entsprechende Berichte, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Es ist das jüngste Beispiel dafür, wie die großen Technologiekonzerne im Wettlauf um Künstliche Intelligenz versuchen, sich vom öffentlichen Stromnetz unabhängig zu machen und selbst Energie für ihre Rechenzentren zu erzeugen.

Das Marktanalyseunternehmen Cleanview hatte zuvor Satellitenbilder ausgewertet, um drei in dieser Woche von Amazon eingereichte Baugenehmigungen für Rechenzentren mit dem privat geplanten Gaskraftwerk in Texas in Verbindung zu bringen, das von Pacifico Energy entwickelt wird und unter dem Namen „GW Ranch“ läuft. Aus zuvor eingereichten Genehmigungsunterlagen für das Kraftwerk geht hervor, dass die Anlage über 35 Turbinen verfügen und eine Leistung von 7,65 Gigawatt erzeugen soll – mehr als jedes derzeit in den USA betriebene Gaskraftwerk.

Durch die eigene Stromerzeugung werde vermieden, dass die Kosten für die KI-Entwicklung an die Bürger weitergegeben werden, erklärte Amazon. Die Stromrechnungen der Privathaushalte sind in den USA zuletzt oft stark gestiegen, weil die Versorgungsunternehmen Kosten für die Schaffung der für den KI-Boom notwendigen neuen Infrastruktur an Verbraucher weiterreichen. „Amazon ist der Überzeugung, dass die Kosten für die Energieversorgung unserer Betriebsabläufe voll von uns getragen werden sollten“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Mathias Peer

Mathias Peer

Nvidia plant Milliardeneinstieg bei Lancium

Der US-Chipkonzern Nvidia ​will einem Medienbericht zufolge ⁠bis zu drei Milliarden Dollar in den Energieinfrastrukturentwickler Lancium investieren. Das von ‌der Investmentgesellschaft Blackstone finanzierte US-Unternehmen steht hinter dem Projekt Stargate.

Wie das ‌Technologieportal „The ‌Information“ unter Berufung auf Insider berichtete, erhält Nvidia für ​die ersten ⁠zwei Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent an ​Lancium. Diese Beteiligung könnte ⁠durch die Investition einer ‌weiteren Milliarde auf rund 30 Prozent steigen, sofern der ⁠Infrastrukturentwickler bestimmte Vorgaben erfüllt. ⁠Stellungnahmen der beiden Unternehmen ⁠lagen zunächst ​nicht ⁠vor.

Börsen in der EU schließen auf Rekordhoch

Ein überraschender Stellenabbau in den USA hat die Zinssorgen der Anleger ​gelindert und mehrere europäische Indizes am Freitag auf ein Rekordhoch steigen lassen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) kletterte im Tagesverlauf auf ein Rekordhoch von 26.445 Punkten und schloss mit einem Plus von 0,69 Prozent und 26.319,45 Zählern. Auch die Börsen in Paris (+0,17 Prozent) und Mailand (+0,06 Prozent) schlossen mit neuen Rekordwerten. Die Londoner Börse schloss mit 0,31 Prozent ebenfalls im Plus. Die Aktienmärkte reagierten damit auf den sinkenden Ölpreis und die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktzahlen. Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten ist unerwartet gesunken. Dies dürfte Sorgen mildern, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen bald anheben könnte.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im Juli um 23.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Zuwachs von 80.000 Stellen gerechnet. Börsianer setzen angesichts der eingetrübten Lage auf stabil bleibende Zinsen und sehen eine geldpolitische Straffung in den USA in weitere Ferne rücken. Die Chance auf einen Zinsschritt ‌nach oben im September wird an den Börsen aktuell nur noch auf etwa 44 Prozent nach zuvor 55 Prozent geschätzt. Nach Einschätzung von Daniel Hartmann, Chefvolkswirt von Bantleon, dürften für die Notenbanker allerdings weiterhin die Inflationszahlen im Vordergrund stehen. „Solange sich diese deutlich über der Zielmarke bewegen, wird der Druck zu Leitzinsanhebungen anhalten.“

Die hohen Energiepreise ‌sind den Anlegern deswegen ein Dorn im Auge. Ein Barrel (159 Liter) der ‌Nordseesorte Brent verteuerte sich am Freitag um 1,4 Prozent auf 83,67 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 78,35 Dollar. Die Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Unterhändlern zur Beendigung der seit fünf Monaten andauernden Kämpfe lieferten keine klaren Signale. Zu Beginn der Woche waren die Ölpreise gefallen, da eine mögliche Lösung des Konflikts wahrscheinlicher erschien.

Der Dollar geriet unter Druck, im Gegenzug wertete der Euro ein halbes Prozent auf 1,1576 ​Dollar auf. Der Goldpreis weitete seine Gewinne deutlich aus und legte drei Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch ⁠zu. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen sank um 4,7 Basispunkte auf 4,623 Prozent.

Für Bewegung an den Aktienmärkten sorgten erneut etliche Firmenbilanzen. „Die laufende Berichtssaison untermauert die Einschätzung, dass die europäischen Unternehmen im Grunde gesund sind“, sagte Gordon ​Kerr, Stratege bei der Ratingagentur KBRA. „Die Anleger werden jedoch zunehmend wählerischer, denn die hohen Bewertungen lassen kaum noch Spielraum für Enttäuschungen.“ Aktien von Daimler Truck rutschten um 2,8 Prozent ab und waren damit Schlusslicht im Dax. Die erhöhten US-Einfuhrzölle belasteten das Ergebnis des Lkw-Bauers ⁠im zweiten ‌Quartal. Ein Händler verwies zudem auf die überraschend schwachen Auftragseingänge. Unter Druck gerieten auch die Aktien von Lanxess, die im MDax 4,4 Prozent einbüßten. Der Spezialchemiekonzern dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle konjunkturelle Erholung.

Siemens investiert in den USA 200 Millionen in KI-Infrastruktur

Der Technologiekonzern Siemens will seine Führungsrolle in industriellen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) festigen und investiert daher 200 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, werden die Produktionskapazitäten mit zwei neuen Werken in Pendergrass (Georgia) und Grand Prairie (Texas) ausgebaut. Nach Unternehmensangaben werden in den USA mehr als 1500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit will Siemens in der Lage sein, die kritische elektrische Infrastruktur für die wachsenden KI-Anforderungen liefern zu können. Damit reagiert der Konzern auf die rasant wachsende Nachfrage nach KI-fähigen Rechenzentren.

Siemens hatte im Juli schon angekündigt, rund 300 Millionen Euro in seine deutschen Werke zu investieren, um das schnelle Wachstum von KI und Rechenzentren zu unterstützen. Wie das Unternehmen am Donnerstag berichtet hatte, lag das Auftragsvolumen für KI-Rechenzentren in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30. September) bei fast sechs Milliarden Euro. Das entspricht einem prozentual dreistelligen Plus zum Vorjahreszeitraum. „Mit diesen Investitionen in den Vereinigten Staaten stärken wir unsere Position, um den KI-Ausbau zu unterstützen und Kunden dabei zu helfen, Rechenzentren zu realisieren, die sowohl KI-fähig als auch effizient und resilient sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Busch.

Thyssenkrupp-Aktionäre machen Weg zur Abspaltung frei

In einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die Aktionäre des Industriekonzerns Thyssenkrupp am Freitag zugestimmt, dass die Materialsparte abgespalten wird und an die Börse gebracht werden kann. An der zukünftigen TK Accelis Group AG & Co. KGaA sollen die heutigen Aktionäre von Thyssenkrupp beim Börsengang direkt beteiligt werden. Für je 20 Thyssenkrupp-Aktien erhalten die Anteilseigner eine Aktie von TK Accelis. Die werden den Aktionären direkt ins Depot gebucht.

Genauso hatte Thyssenkrupp es in der Verselbständigung der Marinesparte TKMS gemacht. Gleich ist auch die Strategie im Anteilsbesitz: An Accelis will der Mutterkonzern ebenfalls zukünftig 51 Prozent halten und damit Mehrheitsgesellschafter bleiben. „Mit der Verselbständigung erhält TK Accelis gleichermaßen Freiheit und Verantwortung, sich eigenständig zu entwickeln“, sagte der Thyssenkrupp-Aufsichtsratsvorsitzende Siegfried Russwurm.

Der Vorstandsvorsitzende Miguel López baut Thyssenkrupp von einem Industriekonglomerat zu einer Holding mit weitgehend eigenständigen Beteiligungen um. TK Accelis beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn von 132 Millionen Euro erwirtschaftet. Geleitet wird die Sparte von Ilse Henne.

Robuste Industrieproduktion, Export steigt

Trotz der Verwerfungen durch die kriegerischen Spannungen am Persischen Golf und die hohen Energiepreise hat die deutsche Wirtschaft sich im zweiten Quartal als stabil erwiesen. Die Produktion im produzierenden Gewerbe stieg inflations-, saison- und kalenderbereinigt im Zeitraum von April bis Juni um 0,7 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor. Die konjunkturelle Dynamik am Ende des Quartals war indes schwach. Im Juni stieg die Produktion um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

„Die Industrieproduktion bewegt sich auf niedrigen Niveau unter Schwankungen seitwärts“, kommentierte Marco Wagner von der Commerzbank. Wegen des Niedrigwassers im Rhein dürfte sich daran im Sommer nichts ändern. Carsten Brzeski, der Chefvolkswirt von ING, sieht in den Zahlen eine Bestätigung, dass die moderate zyklische Erholung andauere. Diese dürfe aber nicht über die strukturellen Probleme der deutschen Industrie hinwegtäuschen. Auch nach den jüngsten Verbesserungen liege die Industrieproduktion immer noch rund zehn Prozent niedriger als vor der Pandemie.

Im Juni stagnierte die Industrieproduktion im engeren Sinne und lag um 0,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die Bauproduktion legte im Juni um 0,1 Prozent zu. Energieerzeuger produzierten 1,9 Prozent mehr.

Für Juni meldeten die Statistiker zugleich eine steigende Ausfuhr. Diese stieg in der nomimalen, nicht-preisbereinigten Rechnung um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat oder um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhr stieg im Juni um 4,4 Prozent gegenüber Mai.

Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 abermals an

Der Chemikalienhändler Brenntag hebt ​seine Ergebnisprognose für 2026 zum zweiten ⁠Mal innerhalb weniger Wochen an. Weil das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde ‌das operative Ergebnis (Ebitda) nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, teilte das Dax-Unternehmen ‌am ‌Freitag mit. Erst Ende Juni hatte Brenntag seine Erwartungen für das Ebitda auf 1,25 ​bis 1,40 Milliarden Euro ⁠erhöht.

Brenntag profitiert derzeit von einer robusten Nachfrage und gestiegenen Preisen ​im Zusammenhang mit dem Krieg im ⁠Iran und der ‌Blockade der Straße von Hormus. Im zweiten Quartal hatte das operative Ebitda ⁠mit 450 Millionen ⁠Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten ⁠gelegen, ​nachdem ⁠es im ersten Jahresviertel ​noch einen Rückgang verzeichnet hatte.

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