Deutschlands Hockey-Team feiert den WM-Titel - Christopher Rühr erklärt die "Liebesbeziehung"
Triumph nach holpriger Saison
Der neuformierte Titelverteidiger war mit einigen WM-Debütanten und einer Portion Ungewissheit in das Turnier in Belgien und den Niederlanden gestartet, Bundestrainer Henning selbst hatte von einer "Wundertüte" gesprochen. Doch auf dem Weg zum insgesamt vierten WM-Gold nach 2002, 2006 und 2023 machte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) ihrem Ruf als Turniermannschaft wieder alle Ehre.
Das verjüngte DHB-Team bezwang unter anderem Topfavorit Belgien, behielt im Halbfinale gegen Argentinien die Nerven und lieferte auch im Endspiel gegen die Spanier ab, die in der Zwischenrunde für die einzige deutsche Niederlage gesorgt hatten. "Es ist so krass, was hier mit dieser Mannschaft passiert ist", schwärmte Henning, der nach dem WM-Triumph vor dreieinhalb Jahren, Olympiasilber 2024 und EM-Gold 2025 wieder innerhalb kürzester Zeit einen Titelträger geformt hat.
Team mit "viel Liebe" zusammengewachsen
Nach einer durchwachsenen Pro-League-Saison zeigte sich jedoch selbst der Erfolgstrainer "krass" beeindruckt von seinen Spielern. Das Team sei so zusammengewachsen, gebe "sich so viel Liebe" und sei füreinander da, erklärte Henning: "Das habe ich selten bis nie erlebt."
Und so krönte sich das DHB-Team am Ende einer "Traumreise", wie Henning es nannte, nicht nur erneut zum Weltmeister, sondern zog auch mit Rekordsieger Pakistan gleich und verteidigte als erste Nation bei den Männern zum zweiten Mal den Titel. "Weltmeister samma! Den Pott hamma!", brüllte Struthoff, der den goldenen Treffer (44.) erzielt hatte, in bester Thomas-Müller-Manier euphorisiert in das TV-Mikrofon.
Zusammenhalt entscheidend
Der Zusammenhalt sei nach dem Abschied zahlreicher erfahrener Leistungsträger entscheidend gewesen, betonte Rühr, der die WM mit seinen Kollegen zu einer "Liebesbeziehung" erklärt hatte. "Wir haben uns untereinander immer wieder klar gemacht, was wir voneinander brauchen, haben das wie in einer Liebesbeziehung gehandhabt", erklärt der Routinier. "Wir haben uns sogar gegenseitig Anträge gemacht", so Rühr.
Unsere Quellen:
- sid
- WDR2
Sendung: wdr2, "Hockey-Weltmeister Christopher Rühr - "Haben uns symbolische Anträge gemacht"", 31.08.2026, 12.20 Uhr