Handball: Warum der HSV Hamburg jetzt anders heißt
Handball Hamburg
Ciao, HSV! Hamburgs Bundesliga-Handballer haben neuen Namen und neues Logo
Der Handball Club Hamburg will sich mit dem Schritt endgültig von den drei Buchstaben, die in der Hansestadt ganz eng mit Fußball verbunden sind, emanzipieren. Das sind die Hintergründe.
HSV Hamburg war gestern! HSVH ebenfalls. Hamburgs Handballer haben einen spektakulären Schachzug gemacht. Neuer Name, neues Logo. Der Bundesligist heißt ab sofort Handball Club Hamburg, kurz HCH!
Ob das den Verein, der neben der sportlichen Etablierung auch endlich wirtschaftlich erfolgreich sein will, nach vorne bringt, bleibt abzuwarten.
Aus dem HSV Hamburg wird der Handball Club Hamburg!
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Mit dem neuen Namen und der klaren Ausrichtung schlagen wir sichtbar ein neues Kapitel auf.
Niklas Weller
Mit dem ungewöhnlichen Schritt wollen die Hamburger die jüngere Vergangenheit als HSV Hamburg (ab 2016) und die titelreiche Zeit als HSV Handball von 2002 bis zur Insolvenz 2016 „vereinen“, wie es heißt und sich zugleich endgültig von den drei Buchstaben, die in der Hansestadt mit Fußball verbunden sind, emanzipieren.
„Handball Club Hamburg - dieser Name gehört uns ganz allein“, betont der neue Präsident und langjährige Mannschaftskapitän Niklas Weller. „Mit dem neuen Namen und der klaren Ausrichtung schlagen wir sichtbar ein neues Kapitel auf.“ Zugleich wird deutlich die einerseits glorreiche, aber auch lange belastende Vergangenheit mit einbezogen. Durch die Jahreszahl im neuen Logo: 2002.
„Der neue Name ist für uns und alle, die mit uns den Handball in dieser Stadt leben und lieben, ein Stück Klarheit“, sagt Sportchef Johannes Bitter, der beide Phasen des Vereins vor und nach der Insolvenz miterlebt und mitgeprägt hat.
Schiffsburg als neues Logo des HCH
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Das neue Logo setzt sich aus einer halben Hamburger Burg in Rot und einem stilisierten Schiffsburg in Blau mit dem Kürzel HCH zusammen. Der Verein nennt es „Schiffsburg“.
Der neue Geschäftsführer Markus Rejek nennt den neuen Namen und Markenauftritt die „Grundlage, auf der wir den Verein wirtschaftlich und strukturell weiterentwickeln“. Damit wolle man den Klub „in den kommenden Jahren zu einer noch stärkeren Marke und und Teil der Hamburger Sport-Kultur machen.“
Entscheidend wird aber die inhaltliche Arbeit sein. Gelingt es dem Klub, neben guten Leistungen auf dem Spielfeld und einem alljährlich respektablen Abschneiden in der Liga auch endlich mehr Sponsorengelder zu generieren und Zuschauende in die Halle zu locken? Das ist die eigentliche Herausforderung, egal welches Logo auf dem Trikot oder dem Teambus prangt.