Crime: Volksbank Brawo – Eine Genossenschaftsbank in der Krise

Crime: Volksbank Brawo – Eine Genossenschaftsbank in der Krise
Unruhige Zeiten in Braunschweig: Nach dem Ausscheiden des Chefs wachsen die Zweifel am Geschäftsmodell. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Umfeld der Bank.Volksbanken stehen für Sicherheit, regionale Nähe und konservatives Wirtschaften. Doch bei der Volksbank Braunschweig Wolfsburg (Brawo) zeigt sich ein ganz anderes Bild. Über ihre Holding ist die Genossenschaftsbank an Hunderten Unternehmen beteiligt – von Restaurants über Fitnessstudios und Fintechs bis hin zu Luxusimmobilien.
Inzwischen sind einige Beteiligungen insolvent, andere – insbesondere Immobilien – könnten deutlich zu hoch bewertet sein. Die Bank muss voraussichtlich mit Millionen gestützt werden, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der Untreue im Umfeld der Bank.
Wie konnte eine Genossenschaftsbank ein derart riskantes Geschäftsmodell aufbauen? Welche Kontrollmechanismen haben womöglich versagt? Welche Rolle spielte der langjährige Vorstandschef Jürgen Brinkmann, der kürzlich seinen Posten verlor?
Und was bedeutet der Fall für das Vertrauen in das Genossenschaftssystem, zumal es zuletzt auch bei anderen Volksbanken Skandale und Affären gab?
Darüber spricht Podcast-Host Solveig Gode mit Elisabeth Atzler aus dem Handelsblatt-Finanzressort, die Genossenschaftsbanken und Sparkassen seit Jahren beobachtet: „Es scheint so, als ob das Geschäftsmodell des ehemaligen Brawo-Chefs Jürgen Brinkmann gescheitert ist“, sagt Atzler. Volker Votsmeier aus dem Investigativ-Ressort beleuchtet die juristischen Hintergründe des Falls.
Mehr über den Fall können Sie hier lesen:
Handelsblatt Crime erscheint alle zwei Wochen. In jeder Folge sprechen wir über die großen Streit- und Kriminalfälle der deutschen Wirtschaft: Wer dahintersteckt, wie es dazu kommen konnte – und welches System sie möglich gemacht hat.
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