CSC 03 rettet 1:1 gegen Friedberg in der Nachspielzeit
Stand: 17.08.2026, 08:00 Uhr
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Der Hessenligist glich in der Nachspielzeit gegen Türkgücü Friedberg aus. Michel-Thierry Veh gelang das 1:1.
Kassel – Eine Halbzeit lang in Überzahl, eine überragende Abwehrleistung und kurz vor dem Ende noch einen Punkt gesichert: Der CSC 03 verlangte dem Topteam und Titelkandidaten Türkgücü Friedberg beim 1:1 (0:1) alles ab und zeigte, dass man in der neuen Saison der Fußball-Hessenliga endgültig angekommen ist. „Dafür, dass uns heute sechs Spieler gefehlt haben, nehmen wir das Ergebnis gern mit. Das war eine richtig gute Leistung. Hätte mir das vorher jemand gesagt, hätte ich das auf jeden Fall unterschrieben“, sagte Kassels Trainer Jarek Matys.
Die Rothosen tauschten in der Startelf auf zwei Positionen. Alban Meha, der mit dem KSV Hessen unterwegs war, wurde durch Jannis Kniepen ersetzt. Der zuletzt im Derby angeschlagene Simon Kauf musste ebenfalls passen. Für ihn rückte Ryan Manougong ins Team, der gegen Baunatal das 3:1 erzielt hatte. Und im Tor bekam nun Leo Gingel das erste von drei Spielen. Danach wird entschieden, ob er oder Jonas Labonte im Kasten bleiben wird.
In der vierten Minute konnte sich Gingel gleich auszeichnen, als er einen Freistoß von Erdinc Solak wegfaustete. Viel mehr war dann aber lange nicht – auch, weil die Nordhessen nichts, aber auch wirklich gar nichts zuließen. Bei weiterhin sommerlich hohen Temperaturen hatte CSC-Coach Jarek Matys sein Team erstmal defensiv eingestellt, das dann auch den Friedbergern das Feld überließ. Die Gäste hatten die bessere Spielanlage und das optische Übergewicht. Ein Groundhopper auf der Tribüne analysierte so: „Sie spielen wie das deutsche Team bei der WM. Sieht gut aus, kreiert aber keine Chancen.“
Nachdem Nils Stendera (30.) und Menougong (31.) immerhin zwei halbe Möglichkeiten auf dem Fuß hatten, nahm die Partie vor der Pause dann Fahrt auf. Die beste Friedberger Kombination führte über rechts bis zur Grundlinie, doch in der Mitte konnte der freistehende Noah Michel den Ball nicht im Netz unterbringen. Das machte keine 60 Sekunden später dann sein Teamkollege Marco Filges besser, der zentral aus fast 30 Metern einfach mal abzog. Das Leder schlug im linken unteren Eck ein – keine Chance für Gingel. Im Anschluss leistete sich Türkgücü-Spieler David Siebert ein zweites gelbwürdiges Foul an Roy Keßebohm und flog mit der Ampelkarte vom Platz (45.+2).
Damit keimte für den CSC 03 neue Hoffnung auf. Drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Lecke die dicke Chance zum Ausgleich, doch er scheiterte aus kürzester Distanz an Türkgücü-Keeper Philipp Bagus. Zehn Minuten später probierte es Keßebohm aus der Distanz, sein Schuss rauschte aber doch deutlich vorbei. In Überzahl erarbeiteten sich die Rothosen zwar Möglichkeiten, allerdings hatte Friedberg oft mehr vom Spiel. In der 67. Minute wäre dann fast das 2:0 gefallen, aber Daniel Henrichs‘ Versuch im Strafraum wurde gerade noch so von einem CSC-Spieler abgeblockt und ging knapp rechts am Kasten vorbei.
Eine knappe Viertelstunde vor Schluss hätte dann der eingewechselte Lenart Mehmeti auf 1:1 stellen können. Er erkämpfte sich den Ball auf der rechten Seite an der Grundlinie, zog aus spitzem Winkel ab, fand jedoch seinen Meister in Bagus (78.). Und dann kam sie, die Nachspielzeit. Fast drei Minuten war man schon über die Zeit, da landete ein Eckball im Rückraum bei Mehmeti. Der traf den Ball per Fallrückzieher so mustergültig, dass Michel-Thierry am Elfmeterpunkt nur noch den Fuß hinhalten brauchte und zum 1:1-Endstand einschoss. Es war der Schlusspunkt eines Fußballspiels, an dessen Ende die Rothosen letztlich einen verdienten Punkt in Kassel behielten.