Das war eisern: Union punktet trotz langer Unterzahl auch in Augsburg
Die positive Serie des 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga geht weiter. Im Auswärtsspiel beim FC Augsburg blieben die Köpenicker zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Die Partie hatte beim 1:1 (0:0) außer den beiden Toren auch noch zwei Platzverweise zu bieten.
Livan Burcu startet für Kastriot Imeri
Trainer Mauro Lustrinelli musste seine Mannschaft im Vergleich zum torlosen Remis gegen Borussia Dortmund auf einer Position umstellen. Livan Burcu rückte für Kastriot Imeri in die Startaufstellung. Der Neuzugang stand verletzungsbedingt gar nicht im Kader. Vorab: Burcus Vergnügen, von Beginn an aufzulaufen, sollte nicht von allzu langer Dauer sein.
1. FC Union
Von Eta gelernt, von Lustrinelli gefördert: Unions Sturm-Talent Mekhi Gray
Beide Teams lieferten sich in der Anfangsphase ein Duell auf Augenhöhe. Frederik Rönnow hatte keine Mühe, den ersten Abschluss von Augsburgs Fabian Rieder zu parieren (8.), auf der Gegenseite zielte Tim Skarke nach einer Kombination über drei Stationen am kurzen Eck vorbei (17.).
Livan Burcu (r.) wurde in Augsburg früh ausgewechselt.
© IMAGO/Matthias Koch
Die Gefühlslage im Spiel zwischen dem Tabellen-10. und -17. änderte sich schlagartig, als Felix Uduokhai und András Schäfer in der 19. Minute nicht voll auf der Höhe waren. Uduokhai brachte Schäfer gegen den anlaufenden Michael Gregoritsch in Schwierigkeiten, Schäfer spielte den Ball auf kurzer Entfernung viel zu fest zurück. Gregoritsch spritzte dazwischen und wurde vom Union-Innenverteidiger, der letzter Mann war, zu Fall gebracht. Schiedsrichter Dr. Robin Braun zog sofort die Rote Karte – Union musste von da an erst einmal in Unterzahl agieren.
Ausgerechnet Uduokhai musste vorzeitig unter die Dusche. Der 29-Jährige hatte zwischen 2019 und 2024 fünf Jahre für den FC Augsburg gespielt, war im erstmaligen Aufeinandertreffen nach seinem Weggang hochmotiviert. Lustrinelli reagierte auf den Platzverweis und wechselte Leopold Querfeld für Burcu ein. Der Offensivspieler war ob seiner frühen Auswechslung sichtlich bedient.
Rani Khedira verteidigt tief, Mekhi Gray kommt
Bis zum Pausenpfiff verteidigten die Eisernen geschlossen. Rani Khedira fiel immer wieder zurück, sodass sich überwiegend ein 5-3-1-System ergab. Gefährlich vor das gegnerische Tor kam Union nicht mehr, dafür ließ das Bollwerk auch keine nennenswerten Chancen des Gegners zu.
Mit Eigengewächs Mekhi Gray kam im zweiten Durchgang für Skarke ein neuer Stürmer auf den Platz. Die Hausherren hatten nun phasenweise bis zu 75 Prozent Ballbesitz, Union stemmte sich aber immer wieder mit Vehemenz gegen die Angriffe. Rönnow musste nur bei einem Versuch von Arijon Ibrahimovic eingreifen (57.), ansonsten erlebte der Däne einen einigermaßen entspannten Nachmittag.
Fußball-Bundesliga
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Eine neue Dynamik nahm das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit an. Abdulai Juma Bah ging gegen András Schäfer im Mittelfeld mit offener Sohle viel zu ungestüm zu Werke. Schiedsrichter Braun blieb auch hier keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zeigen (64.). Die Schlussphase brach also wieder mit Gleichzahl auf dem Feld an.
Das Geschehen nahm plötzlich an Fahrt auf und zunächst waren vorher harmlose Gastgeber am Zug. Gregoritsch nickte noch in die Arme von Rönnow (69.), dann brachte Han-Noah Massengo Augsburg per Kopf in Führung (71.). Zeno Van Den Bosch kam im Zentrum gegen den Torschützen einen Schritt zu spät.
Union schlug allerdings nur wenige Momente nach Wiederanpfiff zurück. Etwas zufällig gelangte die Kugel im gegnerischen Strafraum zu Janik Haberer, der aus Nahdistanz zum Ausgleich traf (74.).
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