Wird Gianni Infantino ungerecht behandelt? FIFA-Statement sorgt für Entsetzen


„Demokratische Prozesse“: FIFA greift Kritiker von Präsident Infantino an

Stand: 09.08.2026, 06:35 Uhr

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FIFA-Präsident Gianni Infantino steht weltweit am Pranger. Der Weltverband jedoch sichert ihm die volle Unterstützung zu.

Zürich – Bereits vor der WM 2026, die als größte und längste in die Geschichte des Weltverbands eingegangen war, stand FIFA-Präsident Gianni Infantino stark in der Kritik. Der mächtigste Mann des Weltfußballs bringt mit seinen zweifelhaften Ideen unzählige Nationen und Experten gegen sich auf. Zuletzt geriet er aufgrund eines Investorenplans ins Kreuzfeuer. Nun hat sich auch die FIFA endlich zu Wort gemeldet – und Infantino verteidigt.

FIFA-Boss Gianni Infantino hat viel Kredit verspielt.

Die FIFA hält weiterhin zu Präsident Infantino. © picture alliance/dpa/PA Wire | Bradley Collyer

Im März 2027 will Infantino als Präsident bestätigt werden, einen Gegenkandidaten scheint es bislang nicht zu geben. Die FIFA veröffentlichte ein Statement, das unterstreicht: Man steht voll und ganz zum 56-Jährigen. „Es wird immer deutlicher, dass es gezielte und anhaltende Bemühungen einiger Akteure gibt, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben“, so der Wortlaut.

FIFA verteidigt Präsident Gianni Infantino

Weiter heißt es in der Meldung: „Diejenigen, die nicht die Unterstützung der FIFA-Mitgliedsverbände haben, sollten nicht versuchen, durch Anschuldigungen, Unterstellungen oder Fehlinformationen das zu erreichen, was sie durch die etablierten demokratischen Prozesse der FIFA nicht erreichen können.“ Verständnis für die harsche Kritik gibt es nicht.

Stattdessen werde die FIFA „keinerlei Verfahren im Zusammenhang mit der Wahl des FIFA-Präsidenten unterstützen, fördern oder dulden, das im Widerspruch zu den FIFA-Statuten, den demokratischen Verfahren und dem etablierten Governance-Rahmen steht“. An einen Rücktritt, wie ihn unter anderem die UEFA gefordert hatte, ist dahingehend nicht zu denken.

„Der FIFA-Präsident wurde von den FIFA-Mitgliedsverbänden demokratisch gewählt und übt sein Amt weiterhin im Auftrag dieser Verbände aus.“ Infantino hätte „zu bedeutenden Veränderungen im Fußball beigetragen“. Die FIFA möchte sich zudem nicht davon abbringen lassen, „den Fußball wirklich global zu machen“, und wolle genau diese Mission weiterhin erfüllen.

Der Schweizer, der Teile der FIFA-Turniere an private Sponsoren verkaufen wollte und zudem eine Millionen-Abfindung für eine ehemalige FIFA-Mitarbeiterin herausgehandelt hatte, steht aktuell mehr in der Kritik denn je zuvor. Ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit scheint nach dem kuriosen Statement des Weltverbandes jedoch kaum denkbar. (is)