Der Illusionsschreiner kommt ins Fernsehen: BR-Team dreht bei Allershausener Erfinder fürs TV


Stand: 03.10.2026, 14:00 Uhr

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Der BR zu Besuch: (v. l.) Pascal Chavel (Ton), Jürgen Staiger (Kamera) und Jürgen Neumann (Regisseur) bei Hermann Sedlbauer.

Der BR zu Besuch: (v. l.) Pascal Chavel (Ton), Jürgen Staiger (Kamera), Jürgen Neumann (Regisseur) und Hermann Sedlbauer. © Sältzer

Anfang September war das FT zu Besuch bei Hermann Sedlbauer – einem Schreiner und Erfinder aus Allershausen. Die Berichterstattung hat nun auch den BR angelockt.

Allershausen – Die Pumuckl-Ampel ist auf Grün geschaltet, der Schreinermeister ist demnach in seiner Werkstatt. Nach dem Klingeln vergehen ein paar Minuten, bis sich die Tür schließlich öffnet und Lilly herausgestürmt kommt. Aus der Rolle als Wachhündin fällt sie jedoch schnell heraus und legt sich schwanzwedelnd auf den Boden. Hinter ihr kommt Herrchen Hermann Sedlbauer zum Vorschein. „Ja servus“, sagt er.

Seit dem letzten Besuch des Freisinger Tagblatt bei ihm ist viel passiert. Immer wieder sei er auf den Zeitungsartikel angesprochen worden, vor allem von Nachbarn, sagt Sedlbauer. „Wahnsinn, einfach Wahnsinn.“ Auch seine Schwester, die beim Fuchswirt arbeitet, sei dort wiederholt angeredet worden. „Und durchwegs gute Reaktionen, muss ich sagen“, ergänzt der Schreiner.

Ein Nachbar habe ihn sogar aus seinem Italien-Urlaub darauf angesprochen, weil er den Artikel im ePaper des Freisinger Tagblatts gelesen habe. „Der hat gesagt: ‚Ich wusste gar nicht, dass ich so einen berühmten Nachbarn habe‘“, lacht Sedlbauer.

Auch das Geschäft mit dem Graffelkreisel profitiert von der zusätzlichen Aufmerksamkeit. „Ich habe schon zwei neue Anfragen von Leuten bekommen, die das Karussell für Veranstaltungen mieten wollen“, erzählt der 71-Jährige. Doch die größte Überraschung erreichte Sedlbauer in Form einer E-Mail. „Ein Filmemacher vom Bayerischen Rundfunk ist durch den Artikel auf mich aufmerksam geworden und hat gefragt, ob über mich bereits vorher schon berichtet wurde“, sagt er. Da dem nicht so ist, schlägt der Regisseur vor, einen Filmbeitrag über Sedlbauer für die Sendung „Wir in Bayern“ zu drehen. „Da hab‘ ich gesagt: ‚Ja warum nicht, machen wir einen Termin aus‘“, verrät der Schreiner.

Elvis-Aufzug war der Aufhänger

Um die Mittagszeit herum klingelt es schließlich und der Filmemacher Jürgen Neumann steht vor der Tür, zusammen mit seinem Kameramann und dem Tontechniker. Sie haben sich extra in einem Hotel eingemietet, um die nächsten zwei Tage in Ruhe drehen zu können. „Während meines Urlaubs habe ich gedankenverloren auf Instagram geschaut, und da sehe ich zufällig dieses Video von dem Elvis-Aufzug“, lässt Neumann den Auslöser für den Filmtermin noch einmal Revue passieren. Er habe daraufhin zu seiner Redakteurin gesagt, nach dem Urlaub müssten sie gleich nach Allershausen fahren. „Da ist ein Typ, der muss unbedingt ins Fernsehen!“

Neumann und sein Team verlieren keine Zeit und folgen dem Illusionsschreiner in sein Reich. Als Erstes kommt der besagte Elvis-Aufzug vor die Linse. Sedlbauer betätigt den Hebel. Für den besonders filmreifen Effekt hat er extra die Nebelmaschine angeworfen – die jedoch erst einsetzt, nachdem der Elvis-Pappkamerad bereits ganz hochgefahren ist. „Zu spät“, kommentiert Neumann. „Du musst wahrscheinlich früher drücken.“ Sein Kameramann lacht und fügt an: „Aber ist doch auch ganz witzig.“

Sedlbauer ist nun ganz in seinem Element. Während die Fernsehleute ihm durch den Raum folgen, erzählt er bereitwillig, was es mit den ganzen Konstruktionen in seiner Werkstatt auf sich hat. „Hier bewegt sich wirklich alles“, staunt Regisseur Neumann. Dann gibt es eine kurze Drehpause, da der Nebel aus dem Elvis-Aufzug zu dicht geworden ist. „Das ist richtig lustig und spannend“, zieht Sedlbauer ein Zwischenfazit. „Es freut mich sehr.“

Der nächste Tag ist ebenfalls für den Dreh eingeplant. „Da werden wir dann auch etwas basteln“, kündigt Neumann an. Den genauen Sendetermin will er dem FT vorab noch mitteilen.