Der neue SK Sturm empfängt den alten LASK


Im schwarz-weißen Duell empfängt heute (17 Uhr, Sky) in Graz eine neu zusammengestellte Mannschaft ein Team, das schon länger zusammenspielt.

Fünf Spiele, fünf Siege. Der LASK ist aktuell das Maß aller Dinge in der heimischen Meisterschaft. Der Meister nahm seine Form aus der abgelaufenen Saison mit, qualifizierte sich erstmals in der Klubgeschichte für die Champions League und zeigte auch auf dem internationalen Parkett eine gute Figur, wenngleich das jüngste Ergebnis mit dem 0:1 gegen AEK Athen so gar nicht zur bestehenden Formkurve der Linzer passte.

In der Liga ist der LASK saisonübergreifend seit 13 Begegnungen ungeschlagen, die jüngsten neun Spiele wurden allesamt gewonnen. Wer also soll den Express aus Oberösterreich stoppen? Zumal die Offensive präzise Arbeit verrichtet, wie die bisherigen 15 Liga-Tore zeigen. Christoph Lang, einst ein aussichtsreiches Sturm-Talent, und Samuel Adeniran führen mit je vier Toren die Torschützenliste an. Die Defensive ließ in der aktuellen Spielzeit nur zwei Gegentreffer zu.

Der SK Sturm möchte heute (17 Uhr) im Heimspiel im Stadion Graz-Liebenau den LASK aus der Erfolgsspur werfen. Dafür ist nach Aussage von Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch Mut, Aggressivität, eine gute Energie, Spielfreude und Leidensfähigkeit in schwierigen Spielphasen notwendig.

Der LASK sei nämlich nicht nur gut in Schuss, sondern zeige seit der vergangenen Saison stabile Leistungen. „Wir haben für uns klare Räume identifiziert, die wir schützen müssen und wir haben auch klare Räume erkannt, die wir attackieren möchten“, sagte Ingolitsch und fügte hinzu: „Wir wollen frech auftreten und schon zeigen, wer in diesem Stadion zu Hause ist. So schwierig dieses Spiel auch ist, ist es auch eine Riesenchance für uns.“

Schwierig ist es auch deshalb, weil der SK Sturm noch keine gefestigte Mannschaft ist, noch keine Stabilität über 90 Minuten auf den Platz bringt, noch nicht so eingespielt ist, wie es der heutige Gegner sein wird. Dem Umbruch im Winter folgte auch ein reges Kommen und Gehen in der Sommer-Übertrittszeit. Sturm hat eine neue Mannschaft, der LASK sozusagen noch die alte. Blicken wir fast zehn Monate zurück, als Sturm am 23. November 2025 eine 1:3-Niederlage kassierte. Die Startformation der Linzer dürfte heute fast identisch sein, mit jener von damals. Bei Sturm wird wohl nur Jon Gorenc Stankovic dabei sein. Denn Arjan Malic und Otar Kiteishvili werden heute wohl nicht von Anfang an spielen.

Durch den Umbau sowie den spät getätigten Transfer müssen sich die Grazer auf dem Platz noch finden. „Unsere Primetime wird erst kommen“, sagte Ingolitsch. Neuzugänge wie Nelson Weiper (Schambeinentzündung), Oumar Diakité, Joshu Quarshie, Valmir Matoshi brauchen noch Zeit, um hundertprozentige Leistung abrufen zu können. Dazu kamen die verletzungsbedingten Ausfälle von Kiteishvili und Filip Rozga.

„Wir haben Themen, aber wir sind trotzdem in der Lage, den LASK mit einer guten Mannschaft fordern zu können“, sagt Ingolitsch.